Bern. In einer wegweisenden Initiative haben Ericsson und die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) die erste Live-Integration des GSM-R-System auf die innovative IP-Multimedia-Subsystem-Plattform (IMS) mit Voice-over-LTE-Dienst (VoLTE) erfolgreich realisiert. Diese Modernisierung der Infrastruktur ist von großer Bedeutung für die landesweite Eisenbahnkommunikation und stellt eine Antwort auf die bevorstehende Abschaltung der 3G-Dienste von Swisscom bis Ende 2025 dar.
Zukunftssichere Bahnkommunikation
Die umfassenden Updates garantieren eine unterbrechungsfreie Kommunikation über das 3.100 Kilometer lange Schienennetz der Schweiz. Bisher war die Sprachkommunikation auf das öffentliche 3G-Netz angewiesen, was in Gebieten ohne GSM-R-Abdeckung zu Herausforderungen führte. Angesichts der anstehenden Abschaltung der 3G-Dienste stand die SBB vor der dringenden Notwendigkeit, die Infrastruktur zu modernisieren. Statt das bestehende System lediglich zu erweitern, entschied man sich für eine zukunftsorientierte Lösung, die moderne Mobil- und Festnetztelefonie-Systeme integriert.
Ericsson hat diese innovative Lösung nicht nur entwickelt, sondern auch erfolgreich implementiert. Dabei wurden Technologien verschiedener Anbieter in einem leistungsfähigen IMS-Core-System zusammengeführt. Diese neue Plattform gewährleistet eine kontinuierliche End-to-End-Kommunikation im Schienenverkehr und setzt damit Maßstäbe für andere europäische Eisenbahnbetreiber, die ähnliche Herausforderungen zu bewältigen haben.
Geplante Schritte zur Implementierung
Der Implementierungszeitplan umfasste mehrere entscheidende Meilensteine:
- Juni 2023: Beginn der Plattformeinführung.
- Anfang 2024: Erste erfolgreiche End-to-End-Anrufe von VoLTE zu GSM-R.
- Januar 2025: Umfangreiche Feldtests in Pilotzügen, genehmigt durch das Schweizer Bundesamt für Verkehr.
- April 2025: Vorzeitige landesweite Inbetriebnahme des Systems.
Die neue VoLTE-Technologie, die seit Dezember 2025 im Einsatz ist, wird bereits in rund 450 Zügen und 1.000 Betriebsgeräten verwendet, ohne Ausfallzeiten zu verursachen.
Hochmoderne Funktionen der Bahnkommunikation
Die Live-IMS/VoLTE-Plattform bietet eine robuste Bahnkommunikation und ermöglicht es, essentielle Funktionen wie Notrufanrufe und Gruppenanrufe nahtlos zu nutzen. Durch den Wechsel zu 4G/5G wird das Schweizer Eisenbahnnetz nicht nur auf die Abschaltung von 3G vorbereitet, sondern legt auch die Grundlage für die zukünftige Einführung des Future Railway Mobile Communication Systems (FRMCS).
Das Projekt verzeichnete keine Unterbrechungen im Betrieb und wurde von umfangreichen Schulungen für die Mitarbeiter der SBB begleitet. Nicolas Segond, Head of Mission Critical Communications for Railways Europe, Nahost und Afrika bei Ericsson, betont:
„Unsere Zusammenarbeit mit der SBB zeigt, dass wir in der Lage sind, komplexe digitale Transformationsprozesse unter hohem Zeitdruck umzusetzen. Wir freuen uns darauf, auch in den kommenden Jahren Maßstäbe in der Bahnkommunikation zu setzen und den Übergang zu FRMCS zu unterstützen.“
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Fazit zur Live-Integration GSM-R VoLTE
Die vollständige Umstellung der Kommunikation bei der Zugflotte und des Smartphone-Betriebs soll bis Dezember 2025 vollzogen sein. Für die Bürgerinnen und Bürger der Schweiz bedeutet dies eine signifikante Verbesserung der Kommunikationsinfrastruktur im Bahnverkehr. Die wertvollen Erkenntnisse aus diesem Projekt könnten auch weltweit als Grundlage für ähnliche Modernisierungen im Eisenbahnbereich dienen. Die erfolgreiche Live-Integration GSM-R VoLTE ist somit nicht nur ein Schritt in die Zukunft, sondern auch ein Vorbild für andere Länder.
Für weiterführende Informationen über die Entwicklungen in der Bahnkommunikation besuchen Sie bitte die offiziellen Seiten von Ericsson oder SBB.

