Stuttgart. Audi startet ein umfassendes Transformationsprojekt Audi Ingolstadt, das den gesamten Campus in Ingolstadt betrifft. Im Rahmen dieses Projekts wird die bestehende Infrastruktur modernisiert, um den Standort zukunftsfähig zu gestalten. Der Umbau erfolgt mitten im laufenden Betrieb und ist damit sowohl technisch als auch organisatorisch herausfordernd.
Zukunftsorientierter Umbau bei Audi!
Das Transformationsprojekt gliedert sich in insgesamt acht eng verzahnte Teilprojekte mit einer Laufzeit von mehr als zehn Jahren. Im Mittelpunkt stehen der Aufbau neuer Medientrassen im Norden und Süden des Werks sowie die Entflechtung bestehender Versorgungsstrukturen. Auch der Bau einer neuen Energiezentrale, die zentrale Funktionen wie Kühlwasser- und Kälteversorgung bündelt, wird umgesetzt.
Audi arbeitet bei diesem komplexen Vorhaben eng mit dem Beratungsunternehmen Drees & Sommer SE zusammen, das auf Immobilien, Industrie und Infrastruktur spezialisiert ist. „Wir sprechen hier nicht über ein klassisches Bauprojekt, sondern über eine Transformation im laufenden Betrieb“, erklärt Veronika Linz, Senior Projektleiterin bei Drees & Sommer.
Herausforderungen und Anforderungen
Ein zentrales Element des Projekts sind die verschiedenen Leistungsphasen der einzelnen Teilprojekte. „Während an einem Ende noch geprüft wird, läuft am anderen Ende bereits der Bau“, so Linz. Diese Dynamik ist eine der größten Herausforderungen. Das Projekt erfordert ein professionelles Schnittstellenmanagement, da viele unterschiedliche Akteure beteiligt sind, die jeweils eigene Prioritäten verfolgen.
„Die größte Herausforderung ist nicht der Bau selbst. Voraussetzungen für stabile Abläufe sind sauber koordinierte Schnittstellen“, sagt Linz. Aufgrund der Komplexität der Aufgaben und der zahlreichen Beteiligten fällt es oft schwer, Zeitpläne einzuhalten und Kostenstrukturen schnell anzupassen.
Nachhaltigkeit im Fokus
Besonders hervorzuheben ist die neue Energiezentrale, die zentral im Werk platziert wird. Diese wird in zwei Bauabschnitten errichtet und ist für die künftige Energieversorgung von entscheidender Bedeutung. Die Planung umfasst moderne Technologien wie Wärmepumpen und thermische Speicher, die eine nachhaltige Energieversorgung ermöglichen.
Durch die Berücksichtigung der Energiewende wird das Projekt aktiv zum Umweltprogramm „Mission:Zero“ von Audi beitragen. Veronika Linz sieht in diesem Projekt nicht nur eine Maßnahme zur Modernisierung, sondern eine Blaupause für die Transformation historisch gewachsener industrieller Standorte.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Im Kontext dieser Veränderungen präsentiert sich das Transformationsprojekt Audi Ingolstadt nicht nur als Modernisierungsmaßnahme für den Standort, sondern auch als Beispiel für andere Industrien. Der Umbau könnte künftig als Modell für weitere Werke dienen, in denen ähnliche infrastrukturelle Herausforderungen bestehen. Audi geht somit nicht nur neue Wege in der Technologie, sondern leistet auch einen Beitrag zu nachhaltigeren Produktionsstandorten in der Region.
