170 von 204 Geschenken bereits abgegeben
Die 18. Wunschbaumaktion in Rhede geht in die Zielgerade: Von den beiden Wunschbäumen im Stadtgebiet wurden in den vergangenen Wochen alle 204 Karten mit Weihnachtswünschen von Kindern abgenommen. Viele weitere Bürgerinnen und Bürger hätten sich ebenfalls gerne an der Hilfsaktion beteiligt, doch die Karten waren bereits vergriffen, berichtet Rhedes Gleichstellungsbeauftragte Ute Schulte, die zusammen mit dem Bündnis für Familie diese Hilfsaktion organisiert. Inzwischen sind bereits knapp 170 Geschenke im Bürgerbüro im Rathaus abgegeben worden. Die Organisatorinnen hoffen nun, dass auch die fehlenden rund 34 Päckchen noch rechtzeitig eintreffen, denn in der kommenden Woche sollen die Geschenke von den Familien abgeholt werden.
Zum 18. Mal wurden die Rhederinnen und Rheder aufgerufen, kurz vor Weihnachten Wünsche von Kindern zu erfüllen, deren Eltern es finanziell nicht so gut geht. Die Resonanz ist wie in den Vorjahren enorm: Alle Wunschkarten wurden innerhalb kurzer Zeit von den Bäumen genommen, viele Interessierte gingen sogar leer aus. „Insgesamt verläuft die Aktion wieder sehr positiv“, berichtet Schulte und richtet ein herzliches Dankeschön an alle, die sich an der Aktion beteiligt haben. Ziel ist es, dass jedes der 204 Kinder zu Weihnachten ein Geschenk auspacken kann.
Pilotprojekt am Hamalandplatz gestartet
Parallel zur Wunschbaumaktion hat die Stadt Rhede ein innovatives Parkplatzkonzept eingeführt: Auf dem Hamalandplatz gibt es ab sofort einen ausgewiesenen Parkplatz für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Der Parkplatz richtet sich an Personen, die zwar keinen blauen EU-Parkausweis für gekennzeichnete Behindertenparkplätze haben, aber dennoch wegen einer Gehbehinderung Schwierigkeiten beim Ein- und Aussteigen haben. Der neue Parkplatz ist als Pilotversuch angelegt. Die Verwaltung möchte einige Monate testen, wie das neue Angebot angenommen wird.
Mit dem Parkplatz setzt die Stadtverwaltung einen Vorschlag aus dem „Team Senioren“ von Zentrenmanagerin Isabel Fleischer um. Für Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind oder andere Einschränkungen haben, aber keinen Schwerbehindertenparkausweis besitzen, ist es häufig schwierig, in der Nähe von Nahversorgungsunternehmen einen geeigneten Parkplatz zu finden. In Bocholt gibt es bereits solche Parkplätze für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Der Parkplatz auf dem Hamalandplatz befindet sich etwas am Rand, bietet mehr Platz zum Ein- und Aussteigen, und von dort sind das Rathaus und der Rewe-Markt sehr gut zu erreichen.
Rücksichtnahme und Auswertung nach Testphase


Die Verwaltung will in den kommenden Monaten Erfahrungen mit dem neuen Parkangebot sammeln und beobachten, inwieweit es von mobilitätseingeschränkten Personen angenommen und bewertet wird. Der Parkplatz wird mit einem speziellen Schild ausgewiesen. Die Stadt setzt bei diesem Pilotversuch auf die Rücksichtnahme der anderen Autofahrer und darauf, dass diese den Parkplatz für die betroffene Personengruppe freihalten. Nach Abschluss der Testphase erfolgt eine Auswertung. Dann soll entschieden werden, ob das Schild auf dem Hamalandplatz dauerhaft stehen bleibt oder ob dieses Modell auch auf andere Parkplätze übertragen werden kann.
Zum Hintergrund: In Rhede gibt es zwar ausgewiesene Behindertenparkplätze, doch diese dürfen nur von Menschen mit einem blauen EU-Parkausweis mit dem Merkmal „aG“ für außergewöhnliche Gehbehinderung oder „Bl“ für blind genutzt werden. Ein Schwerbehindertenausweis allein berechtigt nicht zum Parken auf Behindertenparkplätzen. Wer dies widerrechtlich tut, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 55 Euro rechnen. Wer eine außergewöhnliche Gehbehinderung hat und einen blauen EU-Parkausweis beantragen möchte, kann dies direkt beim zuständigen Kreis Borken oder im Bürgerbüro im Rathaus tun, von wo der Antrag weitergeleitet wird.