Coesfeld. Die Zukunft der R19 ist geklärt. Auch nach dem geplanten Wegfall der bisherigen Regionalbuslinie bleibt die wichtige Verbindung zwischen Selm und Lüdinghausen bestehen. Zum Fahrplanwechsel im Mai 2026 soll die Linie 211 über Selm hinaus bis Lüdinghausen verlängert werden. Damit entsteht ein Angebot, das den Regionalverkehr der RB51 sinnvoll ergänzt und für Pendler, Auszubildende und Patienten weiterhin verlässliche Verbindungen bietet.
Die Entscheidung geht auf intensive Abstimmungen zwischen den Kreisen Unna und Coesfeld, den Städten Selm und Lüdinghausen sowie den Verkehrsunternehmen Regionalverkehr Münsterland und der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna zurück. Ziel der Partner ist es, ein bedarfsgerechtes, wirtschaftliches und zugleich kreisübergreifendes ÖPNV-Angebot zu sichern.
Zukunft der R19: Neues Linienkonzept abgestimmt
Der zunächst im Nahverkehrsplan des Kreises Unna vorgesehene komplette Wegfall der R19 hatte für Diskussionen gesorgt. Mit der Verlängerung der Linie 211 liegt nun eine Lösung vor, die zentrale Alltagswege berücksichtigt. Der künftige Fahrplan orientiert sich werktags an den morgendlichen und nachmittäglichen Hauptverkehrszeiten. Zwei Frühfahrten sowie ein Stundentakt vom Mittag bis in den frühen Abend sollen die regelmäßigen Wege für Arbeit, Ausbildung und medizinische Termine sicherstellen. Samstagsfahrten sind wegen der geringen Nachfrage auf der bisherigen Linie R19 nicht vorgesehen.
In Lüdinghausen entsteht zusätzlich eine wichtige Umsteigemöglichkeit in die S90 Richtung Münster, die den Anschluss an regionale Zentren verbessert.
Bedeutung für Pendler und Alltag in der Region
Die Zukunft der R19 und die neue Linienführung der 211 stärken die Verbindung zwischen Selm und Lüdinghausen. Für viele Menschen bleibt damit eine essenzielle Alltagsstrecke erhalten. Das angepasste Konzept orientiert sich an realer Nachfrage und soll eine nachhaltige Auslastung ermöglichen.
Die Umsetzung steht noch unter dem Vorbehalt politischer Beschlüsse in beiden Kreisen und in der Stadt Selm. Auch Fragen der finanziellen Beteiligung müssen final entschieden werden.

