Berlin ist gefährlichste Stadt für Hunde an Silvester

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Digitale Realität

Berlin. In der Silvesternacht ist Berlin die gefährlichste Stadt für Hunde in Deutschland. Laut einer Auswertung der Hunde-Community-App Dogorama wurden in den letzten vier Jahren insgesamt 493 entlaufene Hunde rund um den Jahreswechsel gemeldet. Dies sind knapp 25 Prozent aller registrierten Fälle in Deutschland.

Hamburg folgt mit 211 Fällen, während Frankfurt am Main 138, Leipzig 112 und Köln 110 registrierte Fälle vorweisen können. Die erfassten Daten basieren ausschließlich auf Meldungen durch die App und vergleichbare Systeme, sodass die tatsächliche Zahl der entlaufenen Hunde wahrscheinlich deutlich höher liegt. Jan Wittmann, Gründer von Dogorama, erklärt:

„Unsere Auswertung zeigt ganz deutlich: Silvester ist für viele Hunde gefährlich. Berlin ist ein besonderer Hotspot – und das, was wir sehen, ist nur ein Bruchteil dessen, was tatsächlich passiert.“

Silvester Stress für Hunde

In den Tagen vor und nach Silvester leiden viele Hunde unter den lauten Knallern und Raketen. Wittmann betont, dass die Geräuschkulisse für Hunde oft unerträglich ist und sie nervös macht. In einer Umfrage, die Dogorama unter 1.200 Hundehaltern durchgeführt hat, gaben 91 Prozent der Befragten an, sich ein bundesweites Böllerverbot zu wünschen.

Zusätzlich berichten 63 Prozent, dass ihre Hunde schlecht oder gar nicht mit dem Lärm zurechtkommen. Einige Halter ziehen es sogar in Betracht, an Silvester aufs Land zu fahren, um ihren Tieren den Stress zu ersparen. Ein besorgniserregender Aspekt sind die sieben Prozent der Befragten, die ihren Hunden Alkohol verabreichen, was aus tierärztlicher Sicht sehr gefährlich ist.

Die Top 10 der gefährlichsten deutschen Großstädte für Hunde in der Silvesternacht sind:

  • Berlin: 493 registrierte Fälle
  • Hamburg: 211
  • Frankfurt am Main: 138
  • Leipzig: 112
  • Köln: 110
  • München: 97
  • Dortmund: 63
  • Wiesbaden: 50
  • Essen: 42
  • Hannover: 42

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Hundehalter sind gut beraten, rechtzeitig zu planen, um den Stress für ihre Vierbeiner zu minimieren. Hier einige Tipps von Experten zur Reduzierung von Stress und Gefahren:

  • Doppelt sichern: Leine sowohl am Halsband als auch am Geschirr befestigen.
  • Reize aussperren: Fenster und Türen schließen, Rollos herunterlassen, beruhigende Musik oder TV nutzen.
  • Rückzugsorte schaffen: Einen geschützten Platz für den Hund vorbereiten.
  • Hilfsmittel einsetzen: Gehörschutz oder Beruhigungswesten frühzeitig gewöhnen.
  • Medikamente: Nur nach Rücksprache mit einem Tierarzt verwenden.

Langfristige Trainingsmöglichkeiten können ebenfalls helfen, die Angst und den Stress bei Hunden zu reduzieren. Hierzu zählen unter anderem Gegenkonditionierung, Entspannungsübungen und Verhaltenstherapie.

Insgesamt zeigt die Auswertung von Dogorama deutlich, dass Berlin die gefährlichste Stadt für Hunde in der Silvesternacht ist, was sowohl für Hundehalter als auch für die Gesellschaft eine wichtige Erkenntnis darstellt.

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