Millionenförderung für Meeresschutz / DBU startet Vorhaben Neue Ära für Nord und Ostsee

Millionenförderung für Meeresschutz im Nord- und Ostseegebiet

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Osnabrück. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) startet mit rund fünf Millionen Euro Fördergeldern neue Projekte zum Schutz der Meeresumwelt, darunter ein Großvorhaben an der Nordsee-Sandbank Doggerbank und Forschungen zu den Auswirkungen von Offshore-Windparks auf Singvögel. Im Fokus steht der DBU Meeresschutz Nordsee.

Neue Ära Meeresschutz: DBU Meeresschutz Nordsee

Schutzmaßnahmen für die Doggerbank als Schlüsselprojekt

Die Doggerbank ist mit etwa 25.000 Quadratkilometern die größte Sandbank in der Nordsee und ein vielfältiger Lebensraum für Fische, Seevögel und Meeressäuger. Das Projekt „WILD“ („Wiederherstellung des Internationalen Lebensraumes Doggerbank“) will über drei Jahre Maßnahmen erarbeiten, um die Biodiversität zu fördern und die negativen Effekte durch menschliche Einflüsse zu verringern. Dabei wird unter anderem untersucht, wie sich Grundschleppnetzfischerei und Offshore-Windkraft auf das Ökosystem auswirken.

„Die Doggerbank ist wie eine Unterwasserinsel“, sagte Isabelle Maus von BUND, die gemeinsam mit dem Alfred-Wegener-Institut und der Senckenberg Gesellschaft an der Umsetzung beteiligt ist.

Das internationale Projekt vergleicht Zonen unterschiedlicher nationaler Schutzmaßnahmen von Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden, um Lösungen zum Erhalt und zur Renaturierung dieses bedeutenden Lebensraums zu entwickeln.

Forschung zum Singvogelzug und Offshore-Windparks

Parallel zur Doggerbank-Initiative untersucht ein weiteres gefördertes Projekt der Universität Oldenburg das Flugverhalten von Singvögeln in Offshore-Windparks. Dazu kommt das Motus Wildlife Tracking System zum Einsatz, mit dem leichte Sender an Vögel angebracht werden. Diese Technologie ermöglicht erstmals eine präzise Erfassung des Zugverhaltens und der Reaktionen der Vögel auf Windanlagen.

Rund 1000 Vögel verschiedener Arten werden 2027 und 2028 im Helgoland-Windcluster markiert und beobachtet. Ziel ist es, Erkenntnisse zu gewinnen, wie sich Windkraftanlagen naturverträglich weiterentwickeln lassen, um Risiken für den Vogelzug zu minimieren.

„Wir müssen nicht nur die Klima-, sondern auch die Biodiversitätskrise bewältigen“, erklärten die Projektleiter der Universität Oldenburg.

  • Rund fünf Millionen Euro Gesamtförderung
  • Beteiligte Institutionen: DBU, BUND, Alfred-Wegener-Institut, Senckenberg Gesellschaft, Universität Oldenburg
  • Fokus auf Nord- und Ostsee sowie internationale Kooperation

Beide Projekte stehen beispielhaft für den DBU Meeresschutz Nordsee als neues Förderengagement für einen naturverträglichen Ausbau der Offshore-Windkraft und den Schutz mariner Lebensräume.

Die Förderinitiativen der DBU greifen vielfältige Herausforderungen an der Nordsee auf. Mit einem starken Fokus auf wissenschaftliche Begleitung unterstützt der DBU Meeresschutz Nordsee sowohl den Erhalt von marinen Ökosystemen als auch die Energiewende.


Die neuen Projekte der Deutschen Bundesstiftung Umwelt zeigen, wie sich der Schutz der Nordsee und der Ausbau regenerativer Energien zukünftig miteinander vereinbaren lassen. Für die Menschen in der Küstenregion bedeutet das eine nachhaltige Sicherung der Artenvielfalt und eine umweltschonende Nutzung der Offshore-Windkraft. Die wissenschaftlichen Ergebnisse sollen bis 2028 vorliegen und bieten eine wichtige Grundlage für weitere Entscheidungen zum Meeresnaturschutz und zur Energieinfrastruktur.

Weitere Informationen zum DBU-Meeresnaturschutzfonds finden sich auf der offiziellen Website der DBU. Hintergrundwissen zum Umweltschutz in der Region liefern Beiträge auf regionalupdate.de.


Neue Ära Meeresschutz: DBU Meeresschutz Nordsee

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