BDEW zur neuen Bundesregierung: „Energiewende braucht Kurskorrektur und weniger Bürokratie“

BDEW begrüßt Deutschlandfonds: Wichtige Impulse für die Energiewende

Anzeige
Digitale Realität

Eigenkapitalstärkende Instrumente für Energieversorger fehlen noch

Die Bundesregierung hat im Rahmen einer Pressekonferenz den Deutschlandfonds vorgestellt. Der Fonds ist als Dachfonds konzipiert, unter dem verschiedene Maßnahmen zur Mobilisierung von privatem Kapital für Investitionen in Deutschland gebündelt werden. Aus Sicht des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) fehlen bislang noch eigenkapitalstärkende Instrumente für die Energieversorgungsunternehmen. Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, erklärt: „Mit dem Deutschlandfonds setzt die Bundesregierung die richtigen Weichen für mehr Investitionen in Wachstum, Innovation und Energiewende.“

Die Bundesregierung greife damit bereits einige der Ideen auf, die im Papier „Kapital für die Energiewende“ gemeinsam von BDEW, VKU und Deloitte entwickelt wurden. „Dass nun Bewegung in die Debatte kommt, ist sehr positiv – gerade angesichts des hohen Investitionsbedarfs in die Energieinfrastruktur“, so Andreae. Die gezielte Ausrichtung auch auf die Finanzierung von Energieinfrastrukturen sei ein wichtiger Schritt. Gut sei außerdem, dass ein breiter Instrumentenmix zur Finanzierung der Energieversorgungsunternehmen vorgesehen ist und laufend weiterentwickelt werden soll.

1,2 Billionen Euro Investitionsbedarf bis 2035

In einem ersten Schritt sollen Fremdkapital-Instrumente bereitgestellt werden. Die geplanten Maßnahmen, etwa im Bereich Geothermie sowie Investitions- und Förderkredite, gingen in die richtige Richtung. „Hier wird es nun darauf ankommen, die Details zügig und praxistauglich auszugestalten“, betont Andreae. Für die geplante dynamische Weiterentwicklung des Deutschlandfonds sei es wichtig, schnell tragfähige eigenkapitalstärkende Instrumente bereitzustellen, wie den gemeinsam mit VKU und Deloitte vorgelegten Vorschlag für einen Energiewendefonds, insbesondere für die Wärmewende.

Der BDEW-Fortschrittsmonitor von 2024 beziffert die notwendigen Investitionen für die Energiewende in Deutschland auf über 1,2 Billionen Euro bis 2035. „Damit diese Investitionen realisiert werden können, müssen Risiken angemessen verteilt werden. Garantien und Risikoabsicherungen sind dabei zentral, insbesondere bei langfristigen Infrastrukturprojekten. Wichtig ist daher, dass der Deutschlandfonds zügig die nötige Hebelwirkung entfaltet“, so Andreae.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel