Statistisches Bundesamt

Deutschland meldet starke Apfelernte und stabile Preisentwicklung in mehreren Wirtschaftsbereichen

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Wiesbaden. Das Statistische Bundesamt hat zum Jahresende gleich mehrere zentrale Wirtschaftsdaten veröffentlicht. Dazu zählen die Apfelernte 2025, die Entwicklung der Erzeugerpreise für Dienstleistungen, die gewerblichen Erzeugerpreise sowie neue Außenhandelszahlen zu Bulgarien vor dessen Euro-Beitritt. Die Kennzahlen zeigen ein gemischtes Bild: Während die Obsternte außergewöhnlich hoch ausfiel, bleiben Preise und Außenhandel in Bewegung.

Zweithöchste Apfelernte des Jahrzehnts

Die deutschen Obstbaubetriebe erzielten 2025 eine Apfelernte von rund 1,138 Millionen Tonnen. Das Ergebnis liegt 30,5 Prozent über dem Vorjahr und 17,2 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Nur 2018 wurde ein noch höherer Wert erreicht. Besonders Niedersachsen und Hamburg verzeichneten mit dem Alten Land eine Rekordmenge und bestätigten ihre führende Rolle im Apfelanbau. Auf rund 32.700 Hektar erreichten die Betriebe einen Ertrag von durchschnittlich 34,8 Tonnen pro Hektar und übertrafen damit deutlich die Prognose aus dem Sommer.

Preisentwicklung: Dienstleistungen teurer, Erzeugerpreise rückläufig

Im Dienstleistungssektor lagen die Erzeugerpreise im dritten Quartal 2025 um 1,9 Prozent über denen des Vorjahresquartals. Gegenüber dem zweiten Quartal stiegen sie um 0,5 Prozent. Höhere Kosten für Personal, Material und Energie führten in vielen Bereichen zu einer moderaten Preissteigerung.

Anders entwickelte sich der gewerbliche Sektor: Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im November 2025 um 2,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Vergleich zum Oktober blieb der Wert jedoch stabil. Die Zahlen weisen auf eine weiterhin gedämpfte Preisentwicklung in der Industrie hin.

Außenhandel: Exporte nach Bulgarien deutlich gestiegen

Kurz vor dem Euro-Beitritt Bulgariens zum 1. Januar 2026 verzeichnet Deutschland steigende Exportzahlen in das Land. Von Januar bis Oktober 2025 exportierte Deutschland Waren im Wert von 5,3 Milliarden Euro nach Bulgarien, ein Plus von 7,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit lag Bulgarien auf Rang 40 der wichtigsten deutschen Exportpartner.

Die Importe aus Bulgarien gingen hingegen um 6,2 Prozent zurück. Sie erreichten einen Wert von 5,2 Milliarden Euro. Der Exportüberschuss belief sich damit auf gut 84 Millionen Euro. Zu den wichtigsten deutschen Exportgütern zählten Kraftfahrzeuge und Fahrzeugteile.

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