Berlin. Kurz vor dem Jahreswechsel kam es zu gezielten Hackerangriffe DUH Petition gegen die Mitmach-Seite der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Dabei wurde eine Petition gegen die private Silvesterböllerei zeitweise lahmgelegt.
Hackerangriffe auf DUH
Im Dezember und Anfang Januar wurden gezielte Hackerangriffe von einer niederländischen IP-Adresse auf die Online-Petition der DUH durchgeführt. Die Petition fordert ein Ende der Silvesterböllerei und wird von über 870.000 Menschen unterstützt. Die Angriffe führten dazu, dass das Beteiligungsportal am Sonntag für eine Stunde und am folgenden Montag für zwei Stunden nicht erreichbar war. Die Deutsche Umwelthilfe konnte die Seite jedoch jeweils rechtzeitig wieder online stellen.
Ziel der Petition und Unterstützer
Die Petition wird von 62 Organisationen getragen, darunter die Gewerkschaft der Polizei, Bundesärztekammer, Tierschutzverbände und Umweltorganisationen. Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch betont, dass die Forderung nach einem Böllerverbot von einer breiten gesellschaftlichen Mehrheit unterstützt wird. Die DUH plant, Anfang Januar mehr als eine Million Unterschriften an Bundesinnenminister Dobrindt zu übergeben.
„Wer gesellschaftliche Bewegungen mit illegalen Mitteln angreift, greift die Zivilgesellschaft insgesamt an. Wir rufen alle Menschen auf, unsere Petition zu unterschreiben, weiterzuleiten und sich jetzt erst recht für ein Böllerverbot einzusetzen“, sagte Jürgen Resch.
Reaktion der Deutschen Umwelthilfe
Die DUH hat gegen die Verantwortlichen der Hackerangriffe Strafanzeige gestellt. Die Angriffe wertet sie als Angriff auf demokratische Beteiligung und Engagement. Die Petition soll weiter verbreitet werden, um den Druck auf die politische Entscheidung zu erhöhen. Informationen zur Petition sind online auf duh.de/boellerciao verfügbar.
- Über 870.000 Menschen haben die Petition bisher unterzeichnet
- Ziel sind mehr als eine Million Unterschriften
- 62 Organisationen unterstützen das Bündnis #böllerciao
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung und Ausblick für die Region
Die Hackerangriffe auf die Petition der DUH zeigen die Herausforderungen für zivilgesellschaftliches Engagement im digitalen Zeitalter, auch auf regionaler Ebene. Für Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland besteht die Möglichkeit, sich aktiv am Online-Protest gegen die private Silvesterböllerei zu beteiligen. Ein Böllerverbot würde die Sicherheit erhöhen, das Tierwohl schützen und die Umwelt entlasten.
Die Deutsche Umwelthilfe setzt ihren Fokus auf eine weitere Verbreitung der Petition und plant, die Unterschriften Anfang Januar den Bundesbehörden zu übergeben. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Unterstützung bietet regionalupdate.de in Zusammenarbeit mit der DUH regelmäßig.
Für ausführliche Informationen zu digitalen Sicherheitsmaßnahmen und zur Prävention von Cyberangriffen auf Webseiten zivilgesellschaftlicher Organisationen verweist regionalupdate.de auf den Leitfaden des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik: BSI – IT-Grundschutz.

