Niedersachsen. Die Ladeinfrastruktur strategischer Ausbau nimmt in Niedersachsen Fahrt auf. Mit rund 18.000 öffentlichen Ladepunkten und einem Anteil von etwa zehn Prozent an der bundesweiten Infrastruktur fördert das Land die Elektromobilität durch gemeinschaftliche Ausschreibungen von Ladeinfrastrukturprojekten.
Strategischer Ausbau startet
Gemeinsamer Marktauftritt von Kommunen und Landkreisen
Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr unterstützt Landkreise und Kommunen bei der koordinierten Beschaffung von Ladesäulen. Besonders kleine und mittlere Gemeinden sollen durch gebündelte Ausschreibungen besser mit Energieversorgern verhandeln können. Die Bündelung erfolgt, indem ein gemeinsames Ausbaupaket geschnürt wird, das den zukünftigen Ladebedarf berücksichtigt und vorgeprüfte, technisch umsetzbare sowie genehmigungsfähige Standorte umfasst.
Pilotprojekt in Oldenburg und Lüchow-Dannenberg
Seit Herbst 2025 läuft dazu ein Pilotprojekt mit den Landkreisen Oldenburg und Lüchow-Dannenberg. Ziel ist es, Erfahrungen für kommunalübergreifende Vergaben zu sammeln und Musterunterlagen zu erstellen, die allen niedersächsischen Kommunen später zur Verfügung stehen sollen. Das Projekt soll gegen Mitte 2026 in die breite Anwendung übergehen.
Ladeinfrastrukturkonzepte als Basis für den Ausbau
Ausarbeitung und Inhalte der Konzepte
Seit November 2021 erarbeitet die Landesbehörde mit Kommunen, kreisfreien Städten, Landkreisen und der Region Hannover detaillierte Ladeinfrastrukturkonzepte. Diese Konzepte bestimmen den notwendigen Ladeleistungsbedarf bis 2030 und 2035, zeigen öffentlich zugängliche Flächen für Ladepunkte auf und kombinieren verschiedene Ladeleistungen bedarfsgerecht. Dabei sind über 14.000 potenzielle Standorte in den Ausbaufahrplänen enthalten.
Beteiligung und Zusammenarbeit
Bis Ende 2025 haben sich 306 von 403 niedersächsischen Kommunen beteiligt, unterstützt von mehr als 500 Mitwirkenden aus dem Elektromobilitätsmanagement der Landesbehörde. Die beteiligten Netzbetreiber haben die technischen Voraussetzungen der Standorte geprüft, was die spätere Genehmigung beschleunigt.
„Durch den gemeinschaftlichen Ansatz wächst die Verhandlungsstärke der Kommunen, gleichzeitig wird der Ausbau effizienter und marktorientierter“, heißt es von der Landesbehörde.
Mehr Planungssicherheit für Bürger und Kommunen
Der ladeinfrastruktur strategischer ausbau schafft eine bessere Grundlage für die flächendeckende Versorgung mit Ladepunkten in Niedersachsen. Die kommunale Zusammenarbeit und die präzisen Ausbaukonzepte ermöglichen eine zielgerichtete Umsetzung, die den Bedürfnissen der Bevölkerung entspricht und die klimatischen Ziele unterstützt.
Kommunen profitieren von Musterunterlagen für Auschreibungen, die ab der zweiten Jahreshälfte 2026 landesweit genutzt werden können. Das fördert eine schnellere und kosteneffizientere Umsetzung. Bürgerinnen und Bürger können dadurch künftig leichter Zugang zu öffentlichen Ladepunkten erhalten.
Weitere Informationen zum Thema Elektromobilität und Ladeinfrastruktur finden Sie auf regionalupdate.de sowie beim Niedersächsischen Straßenbauamt.
Fazit: Ladeinfrastruktur strategischer ausbau bringt Niedersachsen voran
Niedersachsen festigt mit dem ladeinfrastruktur strategischer ausbau seine Rolle als führendes Bundesland in der Elektromobilität. Die Kombination aus gemeinschaftlichen Ausschreibungen und fundierten Ladeinfrastrukturkonzepten erleichtert Kommunen die Umsetzung von Ladeprojekten. Für die Bevölkerung bedeutet dies besseren Zugang zu Ladeeinrichtungen und einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele im Verkehrssektor. Die nächsten Schritte sehen vor, die gewonnenen Erfahrungen aus den Pilotprojekten landesweit zu übertragen und ab 2026 flächendeckend verfügbar zu machen.