Mehr als eine Zahl: Der Stand der Weltbevölkerung zum Jahreswechsel. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/24571 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

Bevölkerungszahl 2025: Rechte unter Druck

Hannover. Zum Jahreswechsel 2025/26 wird die Weltbevölkerung auf über 8,2 Milliarden Menschen geschätzt. Die reproduktive Selbstbestimmung weltweit steht aktuell unter Druck, obwohl sie als Menschenrecht und wichtige Grundlage für nachhaltige Bevölkerungsentwicklung gilt.

Menschenrechte bewahren

Die Bevölkerung wächst weltweit weiter, besonders stark in Afrika südlich der Sahara, wo mehr als 40 Prozent der Menschen jünger als 15 Jahre sind. Laut der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist es entscheidend, dass gerade junge Frauen und Mädchen die Möglichkeit haben, selbst über Partnerschaft, Schwangerschaft und Familienplanung zu entscheiden. Dieses Recht ist seit der Weltbevölkerungskonferenz in Kairo vor über 30 Jahren sowie in den UN-Nachhaltigkeitszielen verankert.

Zugang zu medizinischer Versorgung, Verhütungsmitteln und Aufklärung ist essentiell für diese Selbstbestimmung. Doch die DSW warnt vor einem weltweiten Rückschritt. Programme zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte werden zunehmend infrage gestellt oder schlechter finanziert. Besonders seit den politischen Veränderungen in den USA und in einigen europäischen Ländern ist ein zunehmender Gegenwind zu beobachten.

Bedeutung der Selbstbestimmung für junge Menschen

Die größte Jugendgeneration aller Zeiten lebt heute in Afrika südlich der Sahara. Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung unterstützt dort den Zugang zu jugendgerechter Gesundheitsinformation und modernen Verhütungsmitteln. Die Förderung der Selbstbestimmung sei nicht nur eine Frage der Menschenrechte, sondern auch wichtig für die zukünftige Bevölkerungsentwicklung.

Politischer Druck und Reaktionen in Deutschland

Auch in Deutschland und Europa kommt es zu finanziellen Kürzungen bei Programmen zur reproduktiven Gesundheit. Angela Bähr, Programm-Vorständin der DSW, betont die Wichtigkeit, dass die aktuelle Bundesregierung sich klar dazu bekennt. So wurde Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan jüngst zum She Decides Champion ernannt – ein Symbol für das Engagement zur Förderung und zum Schutz der reproduktiven Rechte.

„Frauenrechte, Frauengesundheit und mühsam errungene Fortschritte in der Selbstbestimmung geraten zunehmend unter politischen und gesellschaftlichen Druck“, sagte Angela Bähr.

  • Weltweit leben zum Jahreswechsel circa 8,23 Milliarden Menschen.
  • Über 40 Prozent der Bevölkerung in Afrika südlich der Sahara sind unter 15 Jahre.
  • Programme zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit werden zunehmend finanziell eingeschränkt.
  • Die UN-Nachhaltigkeitsziele setzen sich für das Recht auf Selbstbestimmung bis 2030 ein.

Beispiel: Weitere Informationen zu internationalen Programmen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit finden Sie auf der Website der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung sowie bei den Vereinten Nationen.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Praktische Bedeutung und Ausblick für Hannover und Deutschland

Für die Region Hannover und Deutschland bedeutet diese Entwicklung, dass der Schutz der reproduktiven Selbstbestimmung weltweit auch hierzulande eine wichtige Rolle spielt. Es geht nicht nur um internationale Zusammenarbeit, sondern auch um die Sicherung von Aufklärungs- und Beratungsangeboten im Inland. Die Rolle der Bundesregierung, insbesondere durch Entwicklungsministerin Alabali Radovan, gewinnt an Bedeutung, um gesetzliche und finanzielle Rahmenbedingungen zu verbessern.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung plant, ihre Arbeit in Ostafrika fortzusetzen und setzt sich politisch für bessere Finanzierung und den Schutz reproduktiver Rechte ein. Die Entwicklung und Förderung innovativer Ansätze zur Frauengesundheit sind weitere Schritte, die im Fokus stehen, um die Gesundheit und Selbstbestimmung junger Menschen nachhaltig zu stärken.

Für weiterführende Beiträge zu sozialen und gesundheitlichen Themen in der Region besuchen Sie gerne regionalupdate.de.

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