Bonn. Nach der Brandkatastrophe in der Schweiz wurden insgesamt elf schwerverletzte Patienten in deutsche Krankenhäuser verlegt. Dabei erfolgt die Verteilung der Patienten Schweiz Deutschland nach dem sogenannten Kleeblattmechanismus, der während der Corona-Pandemie von Bund und Ländern entwickelt wurde.
Patienten sicher verteilt
Die Aufnahme und Verteilung der Patienten Schweiz Deutschland erfolgte mithilfe verschiedener Verfahren. Vier Patienten wurden im Rahmen bilateraler Abkommen nach Deutschland gebracht: drei nach Baden-Württemberg, einer nach Rheinland-Pfalz. Weitere sieben Verletzte wurden über das EU-Katastrophenschutzverfahren (UCPM) transportiert und auf Krankenhäuser in den fünf deutschen Kleeblattregionen verteilt.
Transportwege und Verteilung auf die Kleeblätter
Die betroffenen Personen wurden luftgebunden per Flugzeug und Hubschrauber nach Deutschland transportiert. Die Verteilung innerhalb Deutschlands wurde koordiniert, um eine gleichmäßige Belastung der Krankenhäuser sicherzustellen. Eine Person wurde dabei nach Bayern (Kleeblatt Süd), eine nach Rheinland-Pfalz (Kleeblatt Südwest), zwei nach Nordrhein-Westfalen (Kleeblatt West), eine nach Niedersachsen (Kleeblatt Nord) sowie jeweils eine nach Sachsen-Anhalt und Berlin (beide Kleeblatt Ost) verlegt.
„Der Kleeblattmechanismus ermöglicht eine koordinierte, länderübergreifende Verteilung von Patienten bei außergewöhnlichen Lagen“, erklärte eine Sprecherin des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).
Europäische Zusammenarbeit bei der Versorgung
Im europäischen Vergleich wurden über das EU-Katastrophenschutzverfahren insgesamt 35 Patienten aus der Schweiz in vier Länder gebracht: Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien. Der Transport erfolgte in Zusammenarbeit zwischen Frankreich, Italien, Luxemburg, Rumänien und der Schweiz. Vor Ort unterstützten spezialisierte Teams aus Frankreich und Italien die Behandlung der Brandverletzten. Dieses Vorgehen verdeutlicht die Solidarität und Funktionalität der EU im Katastrophenschutz.
- Insgesamt 35 Patientinnen und Patienten wurden in spezialisierte Kliniken verteilt.
- Transportfahrzeuge und -koordinatoren kamen aus mehreren europäischen Staaten.
- Das BBK betonte, dass derzeit keine weiteren Behandlungskapazitäten in Deutschland benötigt werden.
Beachten Sie, dass das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe um Wahrung der Privatsphäre der Betroffenen bittet und keine weiteren persönlichen Informationen veröffentlicht.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Patiententransporte entlasten regionale Krankenhäuser
Die Anwendung des Kleeblattmechanismus in der Region Bonn und darüber hinaus zeigt, wie länderübergreifende Planung bei Katastrophen hilft, Krankenhäuser zu entlasten und spezialisierte Behandlung sicherzustellen. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies mehr Sicherheit in außergewöhnlichen Notsituationen. Die Koordination basiert auf einer enger Zusammenarbeit zwischen Ländern, Ministerien und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
Zu Informationszwecken steht die Webseite des BBK mit Details zum Kleeblattmechanismus zur Verfügung: Kleeblatt-Mechanismus.
Auch regional berichtet regionalupdate.de regelmäßig über Entwicklungen im Bevölkerungsschutz und Katastrophenmanagement.
Weitere Informationen zum Katastrophenschutz und zum Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe finden Sie auf der offiziellen BBK-Webseite www.bbk.bund.de.
