Pirmasens. Der neue Kriminalroman „Am helllichten Tag“ von Peter Probst widmet sich einem wahren Cold Case aus den 1960er Jahren: Drei Kinder verschwanden damals spurlos in Pirmasens, was die Stadt bis heute bewegt. Mit einer fiktiven Gegenwartsgeschichte verknüpft, erzählt der Roman auf Basis historischer Recherchen von diesem ungelösten Kriminalfall – ein spannendes Werk zum Thema kriminalroman pirmasens verschwunden.
Jetzt Krimi entdecken: Der „kriminalroman pirmasens verschwunden“ im Fokus
Peter Probst hat sich als erfahrener Autor von Kriminalromanen und Drehbüchern wie „Tatort“ und „Polizeiruf 110“ mit der Aufarbeitung des Pirmasenser Cold Cases einen besonderen literarischen Auftrag gestellt. In „Am helllichten Tag“ verarbeitet er die Geschichte der seit den 1960er-Jahren vermissten Kinder, die nie aufgeklärt wurde. Ausgangspunkt ist ein mysteriöser Brief, den die Protagonistin Toni von ihrem verstorbenen Vater erhält. Darin erwähnt dieser eine schwere Schuld aus der eigenen Kindheit, die Toni auf eine Spur führt: Ein Mädchen wird erneut vermisst – mit Verknüpfungen zum historischen Fall.
Recherche und historische Fakten
Die Grundlage des Romans bilden intensive Recherchen. Probst arbeitete Akten und Zeitungsberichte der damaligen Zeit auf und führte Gespräche mit Zeitzeugen, darunter Insider der Pirmasenser Schuhindustrie und Menschen mit Kontakten zum damaligen Hauptverdächtigen Günther Justus. Die Ermittlungsverfahren aus den 1960er Jahren unterschieden sich stark von heutigen Methoden. Die Presse hatte damals sensationelle Spekulationen über mögliche Tatumstände verbreitet, etwa angeblichen Kannibalismus. Dennoch konnte Justus mangels Beweisen nicht verurteilt werden und blieb im gesellschaftlichen Umfeld von Pirmasens auffallend unbehelligt.
Literatur und gesellschaftliche Dimensionen
Der Roman verbindet historischen Kriminalfall und fiktive Gegenwartsgeschichte. Toni, die Journalistinn, setzt sich mit ihrer eigenen Familiengeschichte und den ungelösten Verbrechen auseinander. Die Erzählung reflektiert auch den wirtschaftlichen Auf- und Abstieg Pirmasens: In den 1960er Jahren florierte die Schuhindustrie mit Vollbeschäftigung und Wohlstand, später verschlechterten sich die Verhältnisse durch Globalisierung und Arbeitsplatzverlagerungen. Das macht den Roman nicht nur zu einer spannenden Kriminalgeschichte, sondern auch zu einem sozialgeschichtlichen Porträt.
Weitere Informationen zum historischen Hintergrund bietet die SWR Landesschau von 1964 sowie Dokumentationen und Podcasts wie der von Henry Hauck und Julia Leischek.
„Die erstaunliche Resilienz der Pirmasenser hat mich beeindruckt“, sagte Peter Probst zur gesellschaftlichen Reaktion in der Stadt.
„Am helllichten Tag“ erscheint am 25. Februar 2026 beim Heyne Verlag. Der Autor wird auf der Leipziger Buchmesse vertreten sein. Weitere Details und Kontaktmöglichkeiten sind auf der Homepage des Verlags verfügbar.
Für Interessierte bietet regionalupdate.de weiterführende Beiträge zu regionalen Kriminalfällen und Literaturneuheiten. Ausführliche Hintergrundinformationen zum Cold Case aus Sicht der amtlichen Berichterstattung finden sich beim SWR.
Abschluss: Regionaler Bezug und Relevanz für die Leser
Der Kriminalroman „Am helllichten Tag“ erweckt die Erinnerung an einen der rätselhaftesten Fälle in Pirmasens neu und lädt Leserinnen und Leser ein, sich mit der Geschichte einer Stadt auseinanderzusetzen, die im Schatten des Wirtschaftswunders stand. Die Verknüpfung von historischen Ereignissen und aktuellen Ermittlungen macht das Buch zu einer spannenden Lektüre für Fans des Genres wie auch für jene, die sich für regionale Geschichte interessieren. Die Veröffentlichung des kriminalroman pirmasens verschwunden ist ein wichtiger Beitrag, um den Cold Case im öffentlichen Bewusstsein zu halten und die Komplexität vergangener Verbrechen zu reflektieren.