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Rheinmetall und MBDA gründen Gemeinschaftsunternehmen für Marine-Laserwaffen

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Düsseldorf/Schrobenhausen. Rheinmetall und MBDA Deutschland planen die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens, das die Entwicklung und Produktion von Laserwaffensystemen für die Deutsche Marine bündeln soll. Ziel ist es, ein operationelles Laserwaffensystem zur Drohnenabwehr und zum Schutz gegen hochagile Bedrohungen bereitzustellen.

Neue Marine-Lasertechnologie

Kooperation und technologische Grundlagen

Seit 2019 arbeiten Rheinmetall und MBDA erfolgreich zusammen und haben einen Marinelaserdemonstrator entwickelt, der bereits auf einem Marineschiff ein Jahr lang unter realen Einsatzbedingungen getestet wurde. Der Demonstrator konnte dabei verschiedene Zieltypen präzise und schnell bekämpfen. Durch die hohe Zielverfolgungsgenauigkeit ist es möglich, mit dem Laser Strahlen auf eine Fläche in der Größe einer Ein-Euromünze zu bündeln. Dies gewährleistet eine punktgenaue Bekämpfung und minimiert Kollateralschäden.

Leistungsfähigkeit und Einsatzbereiche

Das neue Laserwaffensystem soll komplementär zu herkömmlichen Rohrwaffen und Lenkflugkörpern eingesetzt werden, insbesondere zur Abwehr von Drohnen im Nah- und Nächstbereich. Das System funktioniert auch unter widrigen Umweltbedingungen und demonstriert seine Effektivität in unterschiedlichen Szenarien, etwa durch mehr als 100 erfolgreiche Beschüsse und Trackingversuche gegen verschiedene Zieltypen, darunter auch Übungen ohne die Nutzung der Landschaft als Strahlenfang („Blue Sky“). Der Demonstrator wurde vor kurzem an das Laserkompetenzzentrum der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) in Meppen übergeben, um auch landgestützte Drohnenabwehr zu erproben.

„Dieser Schritt zeigt, wie gezielte industrielle und technologische Zusammenarbeit in Deutschland zu absoluter Spitzentechnik führen kann“, sagte Roman Köhne, Leiter der Rheinmetall-Division Weapon and Munition.

„Mit dieser GmbH setzen wir neue Maßstäbe in der Entwicklung und Produktion hochmoderner militärischer Laserwaffensysteme designed und made in Germany“, erklärte Thomas Gottschild, Geschäftsführer MBDA Deutschland.

MBDA ist ein europäischer Rüstungskonzern mit Sitz in verschiedenen Ländern und mehr als 18.000 Mitarbeitenden. Das Unternehmen ist spezialisiert auf komplexe Waffensysteme für Land, Luft und See und ein Gemeinschaftsunternehmen von Airbus, BAE Systems und Leonardo.

Abschluss: Bedeutung für die Deutsche Marine und Ausblick

Die geplante Gründung des Gemeinschaftsunternehmens von Rheinmetall und MBDA zur Entwicklung von Laserwaffensystemen Deutsche Marine sichert eine zukunftsweisende Technologie mit hoher Präzision und Zuverlässigkeit. Für die Marine bedeutet dies einen erweiterten Schutz gegen moderne Bedrohungen wie Drohnen, die zunehmend in militärischen Einsätzen eine Rolle spielen. Die Nationalisierung der Technologie trägt zur Versorgungssicherheit und zum Erhalt von Arbeitsplätzen in Deutschland bei.

In den kommenden Monaten wird das Gemeinschaftsunternehmen die Produktion vorantreiben, um die Laserwaffensysteme möglichst schnell marktreif und einsatzfähig zur Verfügung zu stellen. Weitere Informationen zur Entwicklung moderner Verteidigungstechnologien finden Leserinnen und Leser auf regionalupdate.de sowie auf der offiziellen Website der Deutschen Marine.

Weitere Details zur Wehrtechnischen Dienststelle WTD 91

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