LBEG erteilt Erlaubnis für Erdwärme-Aufsuchung am Steinhuder Meer

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Bad Rehburg. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) hat der Umwelt & Energie GmbH & Co. KG die Erlaubnis zur Erkundung von Erdwärme im Erlaubnisfeld „Bad Rehburg“ erteilt. Das knapp 31,5 Quadratkilometer große Gebiet reicht vom Steinhuder Meer bis Loccum und soll für die Erkundung der Erdwärme ab einer Tiefe von mehr als 400 Metern genutzt werden.

Erdwärme-Aufsuchung Bad Rehburg

Erlaubnisgebiet und beteiligte Kommunen

Das Erlaubnisfeld „Bad Rehburg“ umfasst eine Fläche von rund 31,5 Quadratkilometern zwischen Loccum im Westen und dem Steinhuder Meer im Osten. Betroffen sind die Landkreise Nienburg/Weser und Schaumburg sowie die Städte Rehburg-Loccum und Sachsenhagen. Das LBEG hat die genannten Gebietskörperschaften im Rahmen des Genehmigungsverfahrens zur Stellungnahme aufgefordert.

Die Erlaubnis ist auf drei Jahre befristet und gilt bis zum 31. Dezember 2028. Damit erhält die Umwelt & Energie GmbH & Co. KG das grundsätzliche Recht, Erdwärme im Bereich des Steinhuder Meeres und Umgebung zu erkunden.

Voraussetzungen und weiteres Vorgehen

Die erteilte bergrechtliche Erlaubnis berechtigt zunächst nur zur Aufsuchung von Erdwärme, noch nicht zur technischen Umsetzung von Maßnahmen vor Ort. Bevor tatsächliche Bohrungen oder andere Aufsuchungshandlungen erfolgen dürfen, sind die Zulassung von bergrechtlichen Betriebsplänen und ein gesondertes Beteiligungsverfahren erforderlich.

Die Umwelt & Energie GmbH & Co. KG sieht in dem Gebiet gute Möglichkeiten, tiefengeothermische Projekte für die kommerzielle Nutzung von Wärme umzusetzen. Das Projekt im Bereich rund um das Steinhuder Meer ist Teil der vermehrten Nutzung regenerativer Energien in der Region.

„Die Erlaubnis eröffnet die Möglichkeit, die Potenziale der Tiefengeothermie zur Wärmegewinnung zu erschließen“, sagte ein LBEG-Sprecher.

Weitere Informationen zur Erkundung Erdwärme Steinhuder Meer

Die Aufsuchung von Erdwärme ab einer Tiefe von mehr als 400 Metern fällt unter das Bundesbergrecht und wird vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in Niedersachsen gesteuert. Dieses hat neben Niedersachsen auch die Zuständigkeit für Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen.

Bis zum 1. Januar 2024 wurden im gesamten LBEG-Aufsichtsbezirk 54 Erlaubnisse zur Aufsuchung von Erdwärme vergeben, davon 38 in Niedersachsen. Die Tiefengeothermie gilt als wichtige regenerative Energiequelle. Das LBEG versteht sich zudem als Niedersächsischer Geothermiedienst (NGD) und bietet neutrale Beratung und geowissenschaftliche Grundlagen zur Geothermie.

Zu den weiteren Informationen und aktuellen Veranstaltungen zum Thema Tiefengeothermie gehört auch der Tag der Geothermie, der am LBEG-Hauptsitz in Hannover abgehalten wird. Nach der letzten Veranstaltung ist die nächste für 2027 geplant.

  • Erdwärme aus mehr als 400 Metern Tiefe wird als bergfreier Bodenschatz bezeichnet.
  • Oberflächennahe Geothermie bis 400 Meter ist vom Bundesbergrecht unberührt.
  • Die Umwelt & Energie GmbH & Co. KG plant kommerzielle Wärmenutzung aus Tiefengeothermie.

Für Interessierte bietet das LBEG detaillierte Informationen online an: Bergbauberechtigungen Erdwärme.

Für weitere regionale Nachrichten und Entwicklungen zur Erkundung Erdwärme Steinhuder Meer besuchen Sie regionalupdate.de.

Bedeutung für die Region und Ausblick

Die Erlaubnis zur Erkundung Erdwärme Steinhuder Meer ist ein wichtiger Schritt für die Nutzung erneuerbarer Energien in der Region zwischen Loccum und dem Steinhuder Meer. Für die betroffenen Kommunen bietet die Tiefengeothermie eine langfristige Möglichkeit zur nachhaltigen Wärmeversorgung.

Nach Abschluss der ersten Aufsuchungsarbeiten könnten konkrete Projekte zur Wärmegewinnung entstehen, die der regionalen Energieversorgung zugutekommen. Bürgerinnen und Bürger können sich auf weitere Informationsangebote und Beteiligungsmöglichkeiten im Rahmen der bergrechtlichen Betriebspläne einstellen.

Die erneute Betonung der Fokus-Keyphrase „erkundung erdwaerme steinhuder meer“ zeigt die Relevanz dieser Region für die Entwicklung der Tiefengeothermie in Niedersachsen.

Weiterführende Informationen zur Technologie und regionalen Auswirkungen sind zudem auch auf regionalupdate.de verfügbar.

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