Hamburg. Die Schauspielerin Isabell Horn spricht im neuen depression podcast isabell offen über ihre Erfahrungen mit drei depressiven Episoden, die durch berufliche Veränderungen, die Geburt ihrer Tochter und die Corona-Pandemie ausgelöst wurden.
Depression offen besprochen: Isabell Horn im Podcast „Raus aus der Depression“
In der aktuellen Folge des Podcasts „Raus aus der Depression“ von ARD Gesund und der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention berichtet Isabell Horn detailliert über ihre depressive Erkrankung. Der Entertainer Harald Schmidt moderiert das Format, das durch Psychiater Prof. Ulrich Hegerl fachlich begleitet wird. Horn schildert, wie die erste depressive Phase nach der nicht verlängerten Rolle bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ begann. Während dieser Zeit war sie laut eigener Aussage sehr beeinträchtigt:
„In den schlimmsten Phasen, da hab ich nicht mal geschafft, mir irgendwie die Haare zu waschen oder einkaufen zu gehen. Ich lag nur im Bett, ich konnte auch nichts essen. Ich hatte so düstere Gedanken und dann hat mir tatsächlich mein Ex-Freund geholfen.“
Der Ex-Freund organisierte für sie eine psychotherapeutische Behandlung, die ihr half, wieder Lebensfreude zu finden.
Die zweite depressive Episode nach der Geburt
Vier Jahre nach der ersten Erkrankung erlebte Isabell Horn eine erneute depressive Phase im Wochenbett ihrer Tochter. Prof. Ulrich Hegerl erklärt im Podcast, dass die Zeit nach der Geburt mit längeren Bettzeiten und Schlafstörungen eine Depression verstärken kann, insbesondere wenn eine Veranlagung besteht. Die Schauspielerin beschreibt, wie diese Belastung auch in der Familie spürbar war.
Herausforderungen während der Corona-Pandemie
Während der Corona-Pandemie erkrankte Horn zum dritten Mal depressiv. Die geschlossenen Kindergärten und die berufliche Situation ihres Mannes als Selbständiger belasteten die Familie stark. Horn erzählt, wie sie die Situation gemeinsam mit ihrem Mann und den Kindern bewältigte:
„Wir haben den Kindern erklärt ‚Mama geht es gerade nicht so gut, sie ist krank und braucht viel Ruhe‘. Aber es hat die ganze Familie schon sehr belastet.“
Aktuell beschreibt sie ihren Zustand als stabil und blickt zuversichtlich in die Zukunft. Sie betont, bei erneuten Symptomen frühzeitig Hilfe suchen zu wollen.
Raus aus der Depression ist ein gemeinsames Projekt von ARD Gesund und der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Die Folge mit Isabell Horn ist in der ARD Audiothek, auf YouTube bei ARD Gesund sowie bei allen gängigen Podcast-Anbietern verfügbar. Weitere Episoden mit bekannten Persönlichkeiten sind bereits für Januar und Februar 2026 angekündigt.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Depressionen besser verstehen und Hilfe finden
Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention setzt sich seit 2008 für eine verbesserte Versorgung Betroffener und eine Senkung der Suizidrate in Deutschland ein. Sie bietet unter anderem ein bundesweites Info-Telefon Depression (0800 33 44 5 33) sowie regionale Bündnisse in 90 Städten und Kommunen, die Aufklärung und Unterstützung vor Ort leisten.
Für die Menschen in der Region bedeutet dies einen leichteren Zugang zu Informationen und Hilfsangeboten bei Depressionen, sowohl für Betroffene als auch ihre Angehörigen. Die Schirmherrschaft hat Harald Schmidt übernommen, der auch im Podcast moderiert. Prof. Dr. Ulrich Hegerl, Vorstandsvorsitzender der Stiftung und Professor an der Goethe Universität Frankfurt, trägt mit seiner Expertise zur fachlichen Tiefe des Projekts bei.
Interessierte können mehr über das Thema Depression und Hilfsangebote in der Region erfahren auf regionalupdate.de sowie auf der offiziellen Seite der Deutschen Depressionshilfe.
Der Podcast bleibt eine wichtige Informationsquelle, die das Bewusstsein für Depression stärkt und Betroffenen Mut macht, sich Hilfe zu suchen. Die nächsten Folgen erscheinen am 20. Januar und 3. Februar 2026 mit weiteren prominenten Gästen.