Nürnberg. Die immobilienpreise 2026 rekord könnten bereits im laufenden Jahr erreicht werden. Nach einem moderaten Anstieg der Angebotspreise für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser im vierten Quartal 2025 zeichnet sich eine Fortsetzung der Dynamik auf dem deutschen Immobilienmarkt ab.
Preise steigen weiter
Im vierten Quartal 2025 erhöhten sich die Angebotspreise für Wohneigentum bundesweit: Eigentumswohnungen verteuerten sich um 1,3 Prozent auf durchschnittlich 3.260 Euro pro Quadratmeter, Einfamilienhäuser stiegen um 0,5 Prozent auf 2.810 Euro. Im Jahresvergleich legten Wohnungspreise um 4,6 Prozent und Häuser um 2,0 Prozent zu.
Die Ursachen dafür liegen laut immowelt vor allem in einem anhaltend geringen Angebot, mangelndem Neubau sowie einem weiteren Bevölkerungswachstum in Ballungsräumen. Diese Faktoren könnten auch 2026 die Nachfrage hochhalten und zu neuen Preishöchstständen führen. Dr. Robert Wagner, Geschäftsführer von immowelt, betont:
„Der Immobilienmarkt hat 2025 insgesamt wieder an Stabilität gewonnen. Die Angebotspreise für Wohneigentum erhöhen sich moderat und konstant. Hält die derzeitige Entwicklung in dieser Form an, so steht zu erwarten, dass bereits im laufenden Jahr wieder das Preisniveau von 2022 erreicht werden könnte und somit die Höchststände zu Zeiten des Immobilienbooms.“
Entwicklung in Großstädten
Bei den Eigentumswohnungen stiegen in 13 der 15 größten Städte die Preise im vierten Quartal, besonders in München (+2,1 % auf 8.246 Euro/m²) und Hamburg (+2,2 % auf 5.994 Euro/m²). Frankfurt am Main verzeichnete ebenfalls einen Anstieg (+1,2 %). In Berlin blieben die Preise stabil, in Köln fielen sie leicht (-0,6 %).
Unterschiedliche Trends bei Einfamilienhäusern
Der Markt für Einfamilienhäuser zeigt ein differenziertes Bild. In teureren Städten wie München (-2,1 %) und Stuttgart (-1,0 %) sanken die Preise zuletzt. Günstigere Märkte wie Nürnberg (+3,9 %), Hannover (+3,6 %) sowie Leipzig und Dortmund verzeichneten hingegen Preissteigerungen. Grund hierfür sind unter anderem die höheren Modernisierungskosten in hochpreisigen Städten, die Käufer zurückhalten.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Immobilienpreise 2026 rekord: Bedeutung für die Region und Ausblick
Auch 2026 wird sich der Trend steigender Immobilienpreise voraussichtlich fortsetzen, da das Angebot vielerorts geringer ist als die Nachfrage und Neubauten nur schleppend entstehen. In Ballungsgebieten ist zudem mit weiterem Bevölkerungswachstum zu rechnen. Das beeinflusst auch den regionalen Wohnungsmarkt, etwa in Nürnberg, wo die Preise für Einfamilienhäuser zuletzt deutlich zulegten.
Für Käufer und Verkäufer ist damit weiterhin mit einem angespannten Markt zu rechnen, der stabile bis leicht steigende Preise erwarten lässt. Mieterhöhungen und knappe Wohnungsangebote bleiben ebenso Herausforderungen. Regionale Informationen und laufende Analysen finden interessierte Leser auf regionalupdate.de sowie in offiziellen Berichten wie dem immowelt Preiskompass (siehe PDF-Download).
Insgesamt zeigt sich, dass die immobilienpreise 2026 rekordverdächtig bleiben könnten, ohne dabei eine erneute starke Preisrally zu erwarten. Stattdessen dürfte der Markt von einer moderaten und breiten Preisentwicklung geprägt sein. Regionale Akteure und Verbraucher sollten dies bei ihren Planungen berücksichtigen und sich auf begrenzte Verfügbarkeiten einstellen.
Weiterführende Informationen zum Thema Immobilienpreise und regionalen Entwicklungen finden Sie auf regionalupdate.de.
