VDI-Expertentipps zu Heizungs- und Wasserleitungen bei Minusgraden

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Düsseldorf. Vor dem Hintergrund der aktuellen Kältewelle und Störungen in der Stromversorgung warnt der VDI vor frostbedingten Schäden an Heizungs wasserleitungen frost. Diese können zu erheblichen Wasserschäden in Gebäuden führen, wenn Wasser in den Leitungen gefriert und Rohre bersten.

Frostschäden jetzt vermeiden

Frostschäden an Heizungs wasserleitungen frost entstehen häufig, wenn Wasser in den Leitungen aufgrund von Ausfall der Heizung oder längerer Nichtbenutzung gefriert. Das Wasser dehnt sich beim Gefrieren aus, sodass Rohre platzen können. Besonders kritisch sind solche Schäden bei einem Stromausfall, wie er kürzlich in Teilen Berlins auftrat. Dann fallen Heizung und Wasserversorgung aus, was zum Auskühlen der Gebäude und Einfrieren der Leitungen führt.

Empfehlungen für Hauseigentümer

Hauseigentümer sollten frühzeitig Maßnahmen ergreifen, wenn sie wissen, dass ihre Immobilie bei Frost nicht beheizt wird oder Leitungen nicht genutzt werden. Wichtig ist eine unverzügliche Information des Sachversicherers und die Beachtung dessen Hinweise zur Schadensbegrenzung. Die Absperrung der Trinkwasserinstallation kann die austretende Wassermenge bei einem Rohrbruch begrenzen. Möglichst sollten Leitungen entleert und anschließend vor Wiederinbetriebnahme fachgerecht gespült werden.

Schutzmaßnahmen und Kontrolle

Fenster in Kellern und Nebenräumen sollten geschlossen bleiben, um die Auskühlung zu verlangsamen. Eine Sichtkontrolle auf Feuchtigkeit oder sichtbare Schäden ist insbesondere nach Ablauf der Frostperiode ratsam. Dämmungen verlängern die Zeit bis zum Einfrieren, und Rohrbegleitheizungen können das Einfrieren verhindern, sofern sie mit Strom versorgt sind. Bei Verdacht eingefrorener Leitungen ist es angebracht, den Hauptabsperrhahn zu schließen und Entnahmestellen zu öffnen, um Überdruck abzubauen.

„Frostschäden an Heizungs- und Trinkwasserleitungen zeigen sich oft erst, wenn die Kälteperiode vorbei ist und das Eis wieder auftaut. Wer jetzt nicht vorsorgt und später nicht aufmerksam ist, riskiert, Wasserschäden zu spät zu bemerken, und damit unnötig hohe Sanierungskosten“, sagte Thomas Wollstein, Trinkwasser-Experte der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik.

Eine eigenständige Auftauung mit offener Flamme oder Heißluft ist ausdrücklich zu vermeiden; stattdessen sollten Fachbetriebe hinzugezogen werden. Für die Planung und Vorsorge gegen Frostschäden empfiehlt der VDI die Richtlinie VDI 2069. Weitere Informationen zu sachgerechter Außer- und Wiederinbetriebnahme von Trinkwasserinstallationen gibt die Empfehlung VDI/DVQST-EE 3810 Blatt 2.1.

Beispiel:

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung für die Region und praktische Hinweise für Bürger

In Düsseldorf und Umgebung sind Hauseigentümer gut beraten, die Hinweise zur Vermeidung von Frostschäden an Heizungs wasserleitungen frost ernst zu nehmen. Vor allem bei Ausfall der Heizung oder längerer Abwesenheit kann die Vorsorge erhebliche Schäden verhindern. Bürger sollten bei Verdacht auf Schäden Fachfirmen hinzuziehen und sich bei ihrem Sachversicherer informieren. Der VDI bietet mit seinen Richtlinien und Empfehlungen wertvolle Hilfestellungen für Hauseigentümer und Fachbetriebe.

Weiterführende Informationen sind auf der Website des VDI zu finden. Zum Schutz gegen Stromausfälle und Kälteeinwirkungen empfiehlt sich zudem ein Blick auf die Verbraucherinformationen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.

Für weitere regionale Nachrichten und Tipps zum Thema Gebäudeschutz besuchen Sie auch regionalupdate.de.

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