Automobilsektor

VDA lobt EU-Mercosur-Abkommen für deutschen Automobilsektor

Berlin. Die EU hat dem EU-Mercosur-Abkommen zugestimmt, was für die europäische und insbesondere die deutsche Automobilindustrie bedeutende Chancen eröffnet. Das Abkommen soll den Handel stärken, Zölle senken und so Wachstum sowie Beschäftigung fördern.

Chancen für Autoindustrie im EU Mercosur Abkommen Automobilindustrie

Zölle und Exportmöglichkeiten

Das EU-Mercosur-Abkommen sieht den Abbau hoher Zölle auf Kfz-Teile und Pkw vor. Während Zölle auf Autoteile im Mercosur bisher zwischen 14 und 18 Prozent lagen, betrugen sie bei Pkw bis zu 35 Prozent. Durch die Zollsenkungen werden Exporte aus Deutschland deutlich erleichtert. Gleichzeitig profitieren die Mercosur-Staaten von besseren Zugangsmöglichkeiten zum EU-Markt, was ihre wirtschaftliche Entwicklung unterstützt.

Produktion und Wachstumspotenziale

Im Jahr 2024 produzierten deutsche Hersteller in Brasilien und Argentinien etwa 524.000 Pkw. Demgegenüber exportierte Deutschland nur 25.700 Fahrzeuge in die Mercosur-Staaten. Im ersten Halbjahr 2025 hat sich die Produktion in Südamerika weiter erhöht, während der Export weiterhin unterdurchschnittlich war. Dafür besteht nach Einschätzung des Verbands der Automobilindustrie (VDA) erhebliches Wachstumspotenzial, das durch das Abkommen gehoben werden kann. Auch der Anteil von Elektrofahrzeugen, der aktuell bei rund fünf Prozent liegt, soll steigen und die Elektromobilität in der Region fördern.

Bedeutung für die gesamte EU

Die deutsche Automobilindustrie ist in europäische Liefer- und Produktionsketten eng eingebunden. Eine steigende Nachfrage aus dem Mercosur-Raum stärkt somit nicht nur Deutschland, sondern die gesamte europäische Wertschöpfungskette. Das Abkommen setzt zudem ein Signal für freien, fairen und regelbasierten Handel in Zeiten zunehmenden Protektionismus und geopolitischer Spannungen.

„Die Zustimmung der EU zum EU-Mercosur-Handelsabkommen ist eine längst überfällige und sehr gute Nachricht für den europäischen Wirtschaftsstandort und insbesondere für das Exportland Deutschland. Das Abkommen wird wechselseitig Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung fördern, zur Diversifizierung der Handelsbeziehungen beitragen und die Zusammenarbeit beim Klimaschutz stärken“, sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller.

Bedeutung des EU Mercosur Abkommens Automobilindustrie für Bürgerinnen und Bürger

Das EU Mercosur Abkommen Automobilindustrie hat wichtige Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Deutschland und die gesamte EU. Für Beschäftigte in der Automobilbranche bedeutet dies die Aussicht auf mehr Arbeitsplätze und stabile Beschäftigungsverhältnisse, da rund 70 Prozent der Jobs in diesem Sektor durch Exportgeschäfte gesichert werden. Die geplanten Zollsenkungen verbessern zudem die Möglichkeiten für den Absatz von Elektrofahrzeugen, wodurch umweltfreundliche Mobilität auch in Südamerika gefördert wird.

Langfristig stärkt das Abkommen die Position der EU als verlässlicher Handelspartner und unterstützt eine offene Wirtschaftspolitik. Damit werden neue Impulse für nachhaltiges Wachstum gesetzt. Weitere Informationen zum Thema finden sich auf der Website des Verbandes der Automobilindustrie sowie bei der Europäischen Kommission zum EU-Mercosur-Handelsabkommen.

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