Zölle fallen weg – Unternehmen sparen 4 Mrd. Euro jährlich

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München. Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) begrüßt die Zustimmung des EU-Rats zum EU Mercosur Abkommen. Das Abkommen wird als wichtiger Schritt zur Diversifizierung der Handelsbeziehungen und zur Stärkung Europas bewertet.

EU-Handel neu starten: Chancen durch das EU Mercosur Abkommen

Das EU Mercosur Abkommen umfasst eine Freihandelszone, in der rund 780 Millionen Menschen leben. Dadurch entfällt der Zoll auf 91 Prozent aller Waren, was europäischen Unternehmen Einsparungen von etwa vier Milliarden Euro pro Jahr ermöglichen soll. Für Bayern als international stark vernetzte Wirtschaftsregion bedeutet dies eine wichtige Erweiterung der Absatzmärkte.

Handelsbeziehungen im Wandel

Die vbw weist darauf hin, dass die deutsche Industrie, insbesondere in Bayern, einen Großteil ihres Umsatzes im Ausland erzielt. Der internationale Wettbewerb ist durch z. B. die Handelspolitik der USA und den Aufstieg Chinas als Wettbewerber geprägt. Das Abkommen soll helfen, Abhängigkeiten zu reduzieren und neue Rohstoff- und Investitionspartnerschaften zu entwickeln.

Geostrategische Bedeutung

Neben wirtschaftlichen Vorteilen hebt die vbw die geostrategische Bedeutung hervor. So ist Argentinien ein wichtiger Hersteller von Lithium, einem entscheidenden Rohstoff für Zukunftstechnologien. Das Abkommen soll Europa helfen, geostrategisch an Gewicht zu gewinnen und den Einfluss in globalen Handelsbeziehungen zu sichern.

„Angesichts der veränderten Weltlage sind Deutschland und die EU mehr denn je gefordert, neue Handels-, Rohstoff- und Investitionspartnerschaften überall auf der Welt abzuschließen. Das EU-Mercosur-Abkommen ist ein wichtiger Schritt dorthin“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung des EU Mercosur Abkommens für Bayern und die EU

Das Abkommen bietet der bayerischen Wirtschaft die Möglichkeit, zusätzliche Absatzmärkte zu erschließen und gleichzeitig die Risiken durch Konzentration auf einzelne Handelspartner zu senken. Für Bürgerinnen und Bürger können dadurch indirekt mehr Arbeitsplätze in exportorientierten Sektoren gesichert werden.

Die vbw erwartet, dass mit dem Inkrafttreten des Abkommens neue Investitionen und Handelsaktivitäten zunehmen. Gleichzeitig wird betont, dass das Abkommen noch besser kommuniziert werden müsse, um öffentliche Akzeptanz zu erhöhen.

Weiterführende Informationen zur Handelspolitik der EU bietet die offizielle Seite der Europäischen Kommission: EU-Handelspolitik.

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