Pflege in Thüringen braucht Entscheidungen

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Erfurt. Beim Neujahrsempfang des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) Thüringen wurde die Lage in der Pflege erneut als kritisch dargestellt. Die Fokus-Keyphrase Pflege Thüringen Politik verdeutlicht dabei den Zusammenhang zwischen der Versorgungssituation und politischen Entscheidungen.

Mehr Tempo jetzt: Pflege Thüringen Politik und die Herausforderungen in der Versorgung

Die Landesvorsitzende des bpa Thüringen, Margit Benkenstein, benannte bei dem Treffen die zentrale Problematik: Pflegeplätze werden weniger, und betroffene Familien haben zunehmend Schwierigkeiten, passende ambulante Pflegedienste zu finden. Sie kritisierte die politischen Maßnahmen als unzureichend, insbesondere die Eckpunkte des sogenannten Zukunftspaktes Pflege, der wichtige Probleme auf unbestimmte Zeit verschiebe. Benkenstein sieht dabei eine gefährliche Verzögerung, die zu Unterversorgung führt.

Finanzielle und organisatorische Hemmnisse

Kritisch seien zurzeit unklare Refinanzierungen, langsame Zahlungen von Kostenträgern und Kommunen sowie zu viel Bürokratie und mangelnde Digitalisierung. Diese Faktoren sorgten für eine angespannte Liquiditätssituation vieler Pflegeeinrichtungen. Auch das Fachkräftethema sei ungelöst, da Fachkräfte vor allem aus dem Ausland gewonnen würden und die Anerkennungsverfahren viel zu langsam liefen.

Fachkräfte aus dem Ausland als Stützpfeiler

Die Landesvorsitzende verwies exemplarisch auf die Bedeutung ausländischer Auszubildender in Pflegeberufen, etwa an der apm-Pflegeschule in Erfurt mit Schülerinnen und Schülern aus Vietnam, Indien und anderen Drittstaaten. Eine schnellere Anerkennung und pragmatische Verwaltung seien notwendig, um ihren Verbleib und damit die Zukunft der Pflege zu sichern.

„Wer jetzt noch vertagt, nimmt eine Unterversorgung billigend in Kauf“, sagte Margit Benkenstein.

Beispielhafte Handlungsempfehlungen des bpa Thüringen sind unter anderem:

  • Beschleunigung von Anerkennungsverfahren für ausländisches Pflegepersonal
  • Klare und verlässliche finanzielle Regelungen für Pflegeeinrichtungen
  • Digitalisierung von Verwaltungsprozessen zur Entlastung
  • Effektivere Abstimmung zwischen Bund, Land und Kommunen

Weitere Informationen zum Thema Pflegepolitik in Deutschland bietet das Bundesministerium für Gesundheit (bmg.bund.de).

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Pflegepolitik: Bedeutung für Thüringer Bürgerinnen und Bürger

Die aktuellen Entwicklungen haben unmittelbare Auswirkungen auf die Menschen in Thüringen. Die Verknappung von Pflegeplätzen sowie der Mangel an ambulanten Diensten erschwert die Betreuung und Versorgung von älteren und pflegebedürftigen Personen. Die Politik steht nun in der Pflicht, schnell wirksame Maßnahmen umzusetzen, um Engpässe zu vermeiden.

In den kommenden Monaten werden Anpassungen bei der Finanzierung und die Verbesserung der Anerkennungsprozesse für ausländische Fachkräfte erwartet. Für Betroffene und Angehörige bedeutet das langfristig eine stabilere Pflegeversorgung vor Ort.

Nähere regionale Beiträge und weiterführende Berichterstattungen finden Sie bei regionalupdate.de.

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