Zum Jahresende 2025 gab es bundesweit nur noch 16.601 Apotheken. Das sind 440 Apotheken oder 2,6 Prozent weniger als Ende 2024 (17.041). Den 502 Apothekenschließungen standen lediglich 62 Neueröffnungen im Laufe des Jahres 2025 gegenüber. Das zeigen Zahlen der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände auf Basis von Meldungen der Landesapothekerkammern. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7002 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

2025: Apothekenzahl sinkt auf 16.601 Betriebsstätten

Berlin. Die apothekenzahl sinkt deutschland weiterhin deutlich: Ende 2025 gab es bundesweit nur noch 16.601 Apotheken. Dies entspricht einem Rückgang von 440 Apotheken oder 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Apothekenzahl weiter sinkend

Laut Zahlen der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände auf Basis der Meldungen der Landesapothekerkammern wurden 2025 insgesamt 502 Apotheken geschlossen, dem standen jedoch nur 62 Neueröffnungen gegenüber. Damit wurde der niedrigste Stand an Apotheken seit fast 50 Jahren erreicht. Im Vergleich zum Jahr 1977, als Ost- und Westdeutschland zusammen 16.374 Apotheken besaßen, ist die Anzahl heute minimal höher.

Ursachen für den Rückgang

Ein wesentlicher Faktor für die Schließungen ist die seit 22 Jahren nahezu unveränderte Vergütung der Apotheken durch das feste Packungshonorar. Die letzte Erhöhung erfolgte 2013 mit 3,1 Prozent, seitdem stiegen die Kosten in Apotheken um rund 65 Prozent. Aufgrund dieser wirtschaftlichen Belastungen mussten seit 2013 fast jede fünfte Apotheke schließen. Damals waren noch 20.662 Apotheken in Deutschland registriert.

Auswirkungen auf die Versorgung

ABDA-Präsident Thomas Preis weist auf die Folgen der Entwicklung hin:

„Die Zahl der Apotheken sinkt immer weiter. Das heißt, dass immer mehr Menschen immer weitere Wege bis zur nächsten Apotheke zurücklegen müssen. Gerade bei außerordentlichen Wetterlagen wie in diesen Tagen kann das für ältere oder immobile Patientinnen und Patienten sehr beschwerlich sein. Die Botendienste der Apotheken sind in solchen Situationen eine zentrale Säule in der Versorgung dieser Menschen. Sie können aber das Dienstleistungssortiment eines persönlichen Apothekenbesuchs nur teilweise ersetzen.“

Insgesamt droht durch das Apothekensterben eine Schwächung der Resilienz der Arzneimittelversorgung, die zur Daseinsvorsorge gehört und für die Bevölkerung von großer Bedeutung ist.

  • 2025: 16.601 Apotheken bundesweit
  • Rückgang gegenüber 2024: 440 Apotheken (2,6 Prozent)
  • 2013: letzte Honorarerhöhung, 3,1 Prozent
  • Kostenzuwachs in Apotheken seit 2013: rund 65 Prozent
  • Apothekenbestand 2013: 20.662

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Bedeutung und Ausblick

Die sinkende Apothekenzahl wirkt sich auch regional auf die Versorgung aus. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies längere Wege zu Apotheken und potenziell eingeschränktere Beratung und Dienstleistungen vor Ort. Gerade in ländlichen Gebieten kann dies die Zugänglichkeit deutlich erschweren. Die Bundesregierung plant im Rahmen der Apothekenreform eine Erhöhung des Apothekenhonorars auf 9,50 Euro. Allerdings ist diese Maßnahme bislang nicht umgesetzt, was von der ABDA scharf kritisiert wird.

Die weitere Entwicklung der Apothekenlandschaft bleibt abzuwarten, wobei geplante politische Schritte und mögliche Neuerungen bei der Vergütung entscheidend sind. Für aktuelle Informationen zur regionalen Gesundheitsversorgung und Apothekenstruktur besuchen Sie auch regionalupdate.de.

Weitere Details zur Apothekenstatistik und zur Verbandspolitik finden sich auf der offiziellen Seite der ABDA.

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