Düsseldorf. Der Apothekenrückgang Nordrhein 2025 setzt sich fort: Trotz fünf Neugründungen sank die Zahl der Apotheken in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln im letzten Jahr um 43 auf 1.897. Diese Entwicklung spiegelt die anhaltenden strukturellen Herausforderungen der Branche wider.
Trend bei Apotheken: Apothekenrückgang Nordrhein 2025 im Überblick
Trotz neuer Apotheken eröffnen mehr Betriebe als schließen nicht. Im Jahr 2025 wurden fünf Apotheken neu gegründet, gleichzeitig mussten 48 Apotheken schließen. Im Regierungsbezirk der Apothekerkammer Nordrhein verringerte sich die Gesamtzahl der Apotheken dadurch um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bundesweit betrug der Rückgang rund 2,8 Prozent auf 16.601 Apotheken.
Regionale Schließungen und Neueröffnungen
Die Schließungen betrafen insbesondere Ballungsräume wie Düsseldorf und Duisburg, wo jeweils sechs Apotheken geschlossen, aber nur eine neu eröffnet wurde. Die Städteregion Aachen verlor fünf Apotheken ohne Neubeginn, ebenso der Kreis Viersen mit vier Schließungen. Ein positives Beispiel lieferte der Kreis Heinsberg, der eine Neueröffnung ohne Schließungen meldete.
Ursachen und Folgen für die Versorgung
Der Präsident der Apothekerkammer Nordrhein, Dr. Armin Hoffmann, bezeichnet die Apotheken als „Rückgrat der Arzneimittelversorgung“. Allerdings wirken steigende wirtschaftliche Belastungen, Fachkräftemangel und strukturelle Probleme als Hauptursachen für den Rückgang. Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies längere Wege zu Apotheken und eine höhere Belastung der verbleibenden Betriebe, besonders im Nacht- und Notdienst.
„Ohne eine klare und spürbare Anpassung des Apothekenhonorars ist die flächendeckende Versorgung auf Dauer nicht zu halten“, sagte Dr. Hoffmann.
Die Bundesregierung ist aufgerufen, die Rahmenbedingungen zu verbessern. Obwohl Koalitionsparteien eine Erhöhung des Apothekenhonorars angekündigt hatten, fehlt diese im kürzlich vorgelegten Referentenentwurf zur Apothekenreform.
Für weitere Informationen zur Apothekenversorgung in Nordrhein empfehlen wir die Seite der Apothekerkammer Nordrhein sowie zur bundesweiten Entwicklung die Website der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA).
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
So wirkt sich der Apothekenrückgang Nordrhein 2025 auf die Bevölkerung aus
Die fortschreitende Abnahme der Apotheken beeinflusst die wohnortnahe Arzneimittelversorgung in den Kommunen deutlich. Bürgerinnen und Bürger müssen mit längeren Wegen rechnen, was gerade für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen problematisch sein kann. Die noch verbleibenden Apotheken übernehmen zusätzlich Dienste außerhalb der regulären Öffnungszeiten, was ihre wirtschaftliche Situation weiter verschärft.
Die Apothekerkammer Nordrhein fordert daher politische Unterstützung, um eine flächendeckende Versorgung dauerhaft zu gewährleisten. Geplante Schritte umfassen unter anderem eine angemessene Anpassung des Apothekenhonorars, die im Koalitionsvertrag festgeschrieben, im aktuellen Entwurf aber noch aussteht. Die Kammer setzt zudem auf die Bereitschaft junger Apothekerinnen und Apotheker, weiterhin neue Apotheken zu eröffnen.
Weitere Informationen zu den Entwicklungen bei Apotheken in Nordrhein finden Sie auf regionalupdate.de sowie auf der Website der Apothekerkammer Nordrhein.