Buchvorstellung im Humboldt Forum: "Kolonialkriege in Ostafrika 1885 1914"

Buchvorstellung: Kolonialkriege in Ostafrika 1885-1914

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Potsdam. Das neue Kolonialkriege Ostafrika Buch von Historikerin Tanja Bührer beleuchtet erstmals umfassend die kolonialen Kriege in Ostafrika und ihre nachhaltigen Folgen. Parallel dazu eröffnete im Humboldt Forum Berlin die Ausstellung „Geschichte(n) Tansanias“, die koloniale Verflechtungen aus vielfältigen Perspektiven zeigt.

Geschichte lebendig erleben

Das Kolonialkriege Ostafrika Buch ist im Reclam-Verlag in der Reihe „Kriege der Moderne“ erschienen und behandelt die militärischen Auseinandersetzungen im Rahmen der deutschen Kolonialherrschaft in Ostafrika. Tanja Bührer, Professorin für Globalgeschichte an der Universität Salzburg und Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw), setzt die kolonialen Kriege in den Kontext der europäischen Expansion am Ende des 19. Jahrhunderts. Dabei beschreibt sie nicht nur die Invasionen, sondern hebt hervor, dass auch afrikanische Kriegsparteien aktiv zum Widerstand beitrugen.

Bedeutung der Kolonialkriege

Die Autorin zeigt detailliert, wie koloniale Gewalt und Kriege die Grundlage für die Unterdrückung und Ausbeutung bildeten. Diese Ereignisse beeinflussen bis heute die sozialen und politischen Strukturen in der Region. Das Buch wird im Rahmen einer Veranstaltung mit Verkaufsmöglichkeit über die Buchhandlung im Humboldt Forum angeboten.

Parallel zur Buchveröffentlichung wurde im November 2024 die Ausstellung „Geschichte(n) Tansanias“ eröffnet. Sie entstand in Kooperation mit dem National Museum of Tanzania sowie tansanischen Gemeinschaften. Die Ausstellung thematisiert die jahrhundertelangen Verflechtungen, darunter die gewaltsame Kolonialgeschichte, sowie die Folgen der vergangenen Ausbeutung.

Ausstellung im Humboldt Forum

Im Fokus der Ausstellung stehen die kolonialen Kriege, Unterdrückung und die daraus resultierenden Langzeitwirkungen. Zahlreiche Ausstellungsobjekte – darunter kulturelle Artefakte, die während der Kolonialzeit nach Deutschland gelangten – veranschaulichen die Geschichte. Die mehrfachen Perspektiven vermitteln ein differenziertes Bild der Beziehungen zwischen Deutschland und Tansania.

„Die Folgen von Unterdrückung, Ausbeutung und Gewalt wirken bis in die Gegenwart“, erläuterte das Humboldt Forum in seiner Eröffnungsmeldung.

  • Zusammenarbeit mit tansanischen Museen und Communities
  • Thematisierung kolonialer Kriegsführung und ihrer Auswirkungen
  • Präsentation kultureller Gegenstände aus Tansania

Weitere Details zur Buchvorstellung und Ausstellung bietet das ZMSBw auf ihrer Webseite ZMSBw Veranstaltungen sowie das Humboldt Forum humboldtforum.org.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Bedeutung und Ausblick

Die Beschäftigung mit den Kolonialkriegen Ostafrika Buch und der Ausstellung in Berlin bietet auch für die deutsche Öffentlichkeit eine wichtige Chance, die weitreichenden Folgen der Kolonialgeschichte zu verstehen. Für Bürgerinnen und Bürger in Brandenburg und Berlin eröffnet sich dabei ein direkter Zugang, die komplexen historischen Verflechtungen kritisch zu reflektieren und das eigene Geschichtsverständnis zu erweitern.

Das Humboldt Forum plant, die Ausstellung langfristig zu präsentieren und mit begleitenden Veranstaltungen das Thema weiterhin zugänglich zu machen. Weitere Forschungen und Editionen durch Einrichtungen wie das ZMSBw werden erwartet, um die Kolonialgeschichte differenziert aufzuarbeiten.

Lesen Sie bei regionalupdate.de mehr zur bundesweiten Aufarbeitung kolonialer Geschichte und weiteren kulturellen Angeboten in Ihrer Region.

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