Von links: Die neuen Haltungsform Stufen 2, 3 und 4 der Initiative Tierwohl geben voraussichtlich ab Mitte des Jahres den Verbrauchern an den Kühltheken des Lebensmitteleinzelhandels Orientierung beim Einkauf von Fleischprodukten. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/181848 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

Initiative Tierwohl führt drei Programme ein

Bonn. Die Initiative Tierwohl startet ihre neuen Programme für die Haltungsformen Stufe 3 und 4. Verbraucherinnen und Verbraucher können die entsprechenden neuen Produktsiegel voraussichtlich ab Mitte 2026 im Lebensmitteleinzelhandel finden.

Neue Tierwohlprogramme starten: Initiative Tierwohl Programme

Die Initiative Tierwohl (ITW) erweitert ihr Angebot und führt neben dem bestehenden Programm in Haltungsform Stufe 2 zwei zusätzliche Programme ein: „Initiative Tierwohl Frischluftstall“ (Stufe 3) und „Initiative Tierwohl Auslauf“ (Stufe 4). Ab März 2026 können sich Geflügel- und Schweinemäster für diese neuen Programme anmelden. Die ersten Audits auf den teilnehmenden Betrieben sind ab April 2026 geplant. Die neuen Programme richten sich an Landwirte, die ihre Haltung weiter verbessern möchten oder bisherige Programme aufgrund steigender gesetzlicher Anforderungen nicht fortführen können.

Anforderungen und Vorteile der neuen Programme

Die neuen ITW-Programme bauen auf dem bestehenden Programm „Stall plus Platz“ der Stufe 2 auf und ergänzen es um spezifische Anforderungen der höheren Stufen. So setzt das Programm „Frischluftstall“ die Teilnahme am QS-System sowie Maßnahmen wie Monitoring und Weiterbildungsangebote voraus und ergänzt diese um Kriterien der Stufe 3. Das Programm „Auslauf“ verlangt u.a. einen ständigen Zugang zum Außenbereich sowie ein erweitertes Platzangebot entsprechend Stufe 4. Durch diese Staffelung entsteht für Landwirte mehr Flexibilität beim Wechsel zwischen den Haltungsformen. Die Vermarkter können Ware einer höheren Haltungsform zudem bei Bedarf in einer niedrigeren Stufe ohne Mengenbegrenzung anbieten.

Das Programmsiegel der Stufe 3 ist an einem gelben Rahmen mit einem orangefarbenen Haken und dem Schriftzug „Frischluftstall“ erkennbar. Für die Stufe 4 sind ein grünes Häkchen und der Schriftzug „Auslauf/Weide“ auf gleichem gelben Rahmen vorgesehen. Verbraucher wurden umfassend zu den Siegeln befragt, die Zuordnung zu den jeweiligen Stufen sowie die Verbindung zum bekannten ITW-Siegel der Stufe 2 wurden bestätigt.

Die ITW verzeichnet im bestehenden Programm Stufe 2 bereits Marktanteile von über 90 Prozent bei Geflügel, über 60 Prozent bei Schwein und rund 20 Prozent bei Rind und plant zudem zeitnah weitere Programme für die Rinderhaltung.

„Die Zeit ist reif für ITW-Programme in den Haltungsform Stufen 3 und 4“, betonte Robert Römer, Geschäftsführer der Initiative Tierwohl GmbH.

Mehr Informationen zur Initiative Tierwohl und zu den Programmen finden Sie auf der offiziellen Webseite der Initiative Tierwohl (initiative-tierwohl.de).

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Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Bedeutung der neuen Initiative Tierwohl Programme

Die Einführung der neuen Initiative Tierwohl Programme bietet insbesondere Landwirten in Bonn und Umgebung die Möglichkeit, ihre Tierhaltungspraktiken weiter zu verbessern und sich an höheren Tierwohlstandards zu orientieren. Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet dies mehr Transparenz und eine bessere Orientierung beim Kauf von Fleischprodukten aus verantwortungsvoller Haltung.

Die Programme sind ein Schritt zur weiteren Förderung von Tierwohl in der Nutztierhaltung, der auf breite Akzeptanz trifft und durch standardisierte Kontrollen begleitet wird. Ab März 2026 können Landwirte vor Ort von der Anmeldung bis zur Teilnahme an Audits profitieren. Ab Mitte 2026 ist der erweiterte Tiereinstufungsschutz auch in den Supermärkten verfügbar. Die Akzeptanz und Nachfrage an höherwertigen Fleischprodukten könnte damit in der Region steigen.

Weitere Entwicklungen und zusätzliche Programme, etwa für Rinder, sind bei der Initiative Tierwohl in Planung. Für die Bevölkerung in Bonn und Umgebung eröffnet sich durch diese Schritte die Chance auf eine tiergerechtere Landwirtschaft mit klar gekennzeichneten Produkten.


Initiative Tierwohl – Offizielle Webseite
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