Bürokratie-Grad des Unternehmens - Einschätzung nach Berufsstand / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/81165 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

Studie: Unternehmen scheitern am Bürokratieabbau

Luzern. Die Bürokratie in deutschen Unternehmen bleibt ein großes Problem, insbesondere die hausgemachte Firmokratie. Die aktuelle Studie des Beratungsunternehmens die kontur belegt, dass 60,9 Prozent der Erwerbstätigen Bürokratie in ihren Firmen wahrnehmen, wovon 22,9 Prozent als selbstverschuldete Firmokratie gelten.

Bürokratie in Firmen: Die Ursachen und Auswirkungen von bürokratie firmokratie unternehmen

Die Studie zeigt, dass ein großer Teil der Bürokratie auf interne Faktoren zurückzuführen ist. Als Hauptursachen werden der Wunsch nach rechtlicher Absicherung (56,9 Prozent), umständliche Arbeitsprozesse (40,2 Prozent) sowie das Kontrollbedürfnis der Vorgesetzten (29,8 Prozent) genannt. Diese Elemente tragen maßgeblich dazu bei, dass die Arbeitsabläufe verkompliziert werden und Zeitverlust entsteht. Dr. Bodo Antonic, Geschäftsführer der kontur, betont, dass insbesondere das Management mehr Verantwortung für den Abbau der internen Bürokratie übernehmen muss.

Unterschiedliche Wahrnehmungen zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden

Die Studie verdeutlicht auch unterschiedliche Perspektiven auf die Ursachen der Bürokratie: Während 32,8 Prozent der Angestellten das Kontrollbedürfnis der Vorgesetzten als Problem sehen, schätzen nur 23,7 Prozent der leitenden Angestellten diesen Faktor als relevant ein. Umgekehrt betrachten 24,2 Prozent der Führungskräfte die bürokratischen Denkweisen im Unternehmen als Problem, während dies bei Angestellten und Arbeitern nur 17 Prozent der Fall ist. Dieses Auseinanderdriften der Wahrnehmungen zeigt nach Meinung von Dr. Antonic, dass Führungskräfte oft interne Probleme und die eigene Verantwortung nicht ausreichend anerkennen.

Folgen der Bürokratie für Arbeitsprozesse und Mitarbeitermotivation

Die Konsequenzen der Bürokratie in Unternehmen sind vielfältig. Laut der Befragung beklagen 64,5 Prozent der Erwerbstätigen unnötige Mehrarbeit. 52,2 Prozent berichten, dass wichtige Aufgaben liegen bleiben, und 51,2 Prozent kritisieren Verzögerungen bei Entscheidungen. Zusätzlich leiden 45,8 Prozent unter einem Motivationsverlust und 40 Prozent unter steigendem Stress am Arbeitsplatz. Besonders stark empfinden Angestellte den Stress mit 46,1 Prozent, während nur 31,8 Prozent der Führungskräfte dies so wahrnehmen.

„Die Mitarbeiter leiden unter Bürokratie genauso wie die Kunden. Wir machen zu viel, was keiner wirklich braucht, und halten die Leute davon ab, produktiv zu sein“, sagte Dr. Bodo Antonic.

  • 60,9 % der Erwerbstätigen nehmen Bürokratie im Unternehmen wahr.
  • 22,9 % der Bürokratie entstehen intern („Firmokratie“).
  • Hauptursachen: rechtliche Absicherung (56,9 %), umständliche Prozesse (40,2 %), Kontrollbedürfnis (29,8 %).
  • Folgen: unnötige Mehrarbeit, Verzögerungen, Motivationsverlust, erhöhter Stress.

Die vollständige Studie und weitere Informationen finden Sie auf der Website von Dr. Bodo Antonic. Zudem bietet regionalupdate.de weiterführende Artikel zur Arbeitswelt in Deutschland.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bürokratie firmokratie unternehmen: Konsequenzen und Handlungsbedarf für die Region

Für Unternehmen in der Region bedeutet der anhaltende hohe Grad an bürokratie firmokratie unternehmen eine Herausforderung für Effizienz und Mitarbeitermotivation. Die zusätzlichen internen Hürden führen zu Verzögerungen, unnötiger Mehrarbeit und Stress, was die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen kann. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies oft eine indirekte Belastung, da ineffiziente Firmen langfristig weniger attraktiv für den Arbeitsmarkt sind.

Gut organisierte Firmen können durch gezielten Abbau überflüssiger Bürokratie nicht nur Kosten senken, sondern auch die Motivation und Produktivität der Mitarbeitenden steigern. Regionale Unternehmensberatungen und Führungskräfte sind daher gefordert, interne Prozesse kritisch zu hinterfragen und praktikable Lösungen zu entwickeln. Aktuell zeigt die Studie, dass trotz breiter öffentlicher Diskussionen hier wenig Bewegung stattgefunden hat.

Das Beratungsunternehmen die kontur plant, die Studienergebnisse in weiteren Projekten praxisnah umzusetzen und Unternehmen bei der Optimierung ihrer Strukturen zu unterstützen. Interessierte regionale Unternehmen können sich entsprechend informieren und geeignete Beratungsangebote wahrnehmen.


Studie zum Thema Bürokratie in Unternehmen
Weitere Beiträge zur regionalen Wirtschaft finden Sie auf regionalupdate.de.
Informationen zur Arbeitswelt in Deutschland bietet die Bundesagentur für Arbeit: arbeitsagentur.de

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