Im Vergleich der Jahre 2023 und 2024 ist eine Verschiebung von Stufe 2 hin zu Stufe 3 erkennbar - insbesondere bei Pute. Diese Entwicklung zugunsten des Tierwohls ist maßgeblich auf Initiativen des Einzelhandels zurückzuführen. Die Zahlen beziehen sich auf das Gesamtjahr 2024. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/181848 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

Haltungsform veröffentlicht Jahreszahlen mit Verschiebung zu höheren Stufen

Bonn. Die Initiative Tierwohl GmbH hat aktuelle Zahlen zur Haltungsform Tierwohl 2024 vorgestellt, die eine Verbesserung des Tierwohls bei Fleisch- und Milchprodukten zeigen. Insbesondere bei Putenfleisch verschiebt sich das Angebot von der Haltungsstufe 2 hin zu höheren Stufen.

Tierwohl-Update 2024

Die Veröffentlichung der Initiative Tierwohl GmbH zeigt eine zunehmende Bedeutung höherer Haltungsformen bei tierischen Produkten in Deutschland. Die fünfstufige Haltungsform-Kennzeichnung wurde 2024 von vier auf fünf Stufen erweitert und schafft mehr Transparenz bezüglich der Herkunft und Haltung von Tieren im Lebensmittelhandel.

Entwicklung bei Geflügel und Schwein

Bei Putenfleisch ist eine deutliche Verschiebung von der Haltungsstufe 2 „Stall + Auslauf“ zu Stufe 3 „Frischluftstall“ zu verzeichnen. Der Anteil der Stufe 2 ging von 91,5 % (2023) auf 78,0 % (2024) zurück, während Stufe 3 um 13,3 % zulegte. Für Schweinefleisch bleibt die Haltungsstufe 2 auf hohem Niveau und stabil mit einer Abdeckung von 75,2 % an der Bedientheke und 86,3 % im SB-Regal. Bei Schweinefleisch zeigt die neu eingeführte Stufe 5 „Bio“ eine geringe Steigerung mit Anteilen von rund 4,3 bis 4,7 %.

Situation bei Rind und Milchprodukten

Rindfleisch weist eine hohe Verteilung in den oberen Stufen auf. Besonders Stufe 5 „Bio“ liegt mit 14,1 % Marktanteil an der Spitze aller Fleischarten. Die Haltungsstufe 3 steigt deutlich von 5,6 % auf 16,7 % im SB-Regal. Milchprodukte zeigen einen starken Rückgang bei nicht gekennzeichneten Produkten von 44,9 % (2023) auf 5,5 % (2024). Die Haltungsstufe 3 ist mit 76,6 % dominierend, während Stufe 5 bereits 12,8 % bei Milch und 7,7 % bei Molkereiprodukten erreicht. Allerdings fehlt bei Molkereiprodukten noch eine flächendeckende Kennzeichnung, da fast 87 % der Produkte nicht ausgewiesen sind.

„Die aktuellen Zahlen belegen deutlich das Engagement des Einzelhandels für mehr Tierwohl und die Bereitschaft der Landwirte diesen Weg im Rahmen ihrer Möglichkeiten mitzugehen. Immer mehr Produkte stammen aus höheren Haltungsstufen, wobei insbesondere Stufe 3 an Bedeutung zunimmt“, sagte Robert Römer, Geschäftsführer der Initiative Tierwohl GmbH.

  • Die Haltungsform-Kennzeichnung ist in Deutschland seit 2019 etabliert und seit Juli 2024 mit fünf Stufen im Einsatz.
  • Sie ist bei großen Handelsketten wie ALDI, EDEKA, LIDL, REWE und anderen vertreten.
  • Die Stufen richten sich nach den Anforderungen an die Tierhaltung und das erreichbare Tierwohl.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung der Haltungsform Tierwohl 2024 für Verbraucher und Handel in der Region Bonn

Für Konsumenten in Bonn und Umgebung bedeutet die Ausweitung und bessere Differenzierung der Haltungsform Tierwohl 2024 verbesserte Transparenz beim Einkauf tierischer Lebensmittel. Die klaren Kennzeichnungen helfen dabei, bewusst Produkte mit höherem Tierwohl-Standard auszuwählen. Für den regionalen Handel sind diese Entwicklungen ein wichtiger Beitrag zur Erfüllung der Verbrauchernachfrage und zur Förderung nachhaltiger Tierhaltung.

Die Initiative Tierwohl plant zukünftig die Einführung von Programmen speziell für die Haltungsstufen 3 und 4, um die Fortschritte im Tierwohl weiter zu stärken. Verbraucher können sich über Details auf der offiziellen Webseite haltungsform.de informieren. Weitere Informationen zum Thema Tierwohl und den Haltungsformen bietet regionalupdate.de in spezialisierten Beiträgen.


Information zur Haltungsform-Kennzeichnung
regionale Artikel zu Tierwohl bei regionalupdate.de

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