Ismaning. Die Sana Kliniken und der Cloud-Anbieter STACKIT haben eine strategische Partnerschaft vereinbart, um eine souveräne Cloud Infrastruktur für den Klinikverbund aufzubauen. Ziel ist es, die Abhängigkeit von globalen Hyperscalern zu reduzieren und den Schutz sensibler Patientendaten gemäß europäischen Standards zu gewährleisten.
Sichere Cloud-Lösung starten
Die Zusammenarbeit zwischen Sana Kliniken und STACKIT fokussiert auf den Aufbau einer autarken Cloud-Umgebung, die speziell auf die Anforderungen des Gesundheitswesens ausgerichtet ist. Im ersten Schritt entsteht eine standardisierte Cloud-„Landingzone“ bei STACKIT, die als sichere Basis für IT-Services innerhalb des Klinikverbunds dient. Dabei werden bereits die modulare Klinikplattform Avelios Medical und die Schnittstellensoftware OmniConnect in die neue Infrastruktur integriert.
Der sukzessive Ausbau der Cloud-Umgebung soll bis 2027 erfolgen, beginnend mit einer Erprobungsphase, die es erlaubt, Betriebs- und Sicherheitsstandards zu etablieren und weitere Anwendungen sicher zu betreiben. STACKIT betreibt Rechenzentren in Deutschland und Österreich und orientiert sich strikt an europäischen Datenschutz- und Sicherheitsrichtlinien. Somit bietet das Unternehmen eine europäische Alternative zu außereuropäischen Cloud-Anbietern.
Zielsetzung der Partnerschaft
Die Kooperation unterstützt die digitale Souveränität der Sana Kliniken, indem sie Datenhoheit, Sicherheit und Verfügbarkeit selbst in der Hand hält. Dies ist vor dem Hintergrund veränderter politischer und regulatorischer Rahmenbedingungen sowie steigender Anforderungen im Gesundheitswesen von zentraler Bedeutung.
Zukunftsperspektiven durch KI und Datenanalyse
Die Partnerschaft schafft die technische Grundlage für zukünftige datengetriebene und KI-gestützte Anwendungen im Gesundheitssektor. Die Schwarz Gruppe treibt am Standort Heilbronn den Aufbau eines KI-Ökosystems voran, von dem auch Sana-gestützte digitale Lösungen profitieren sollen.
„Mit STACKIT gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt hin zu mehr digitaler Souveränität im Gesundheitswesen“, sagte Stefanie Kemp, Vorstandsmitglied und Chief Transformation Officer der Sana Kliniken AG.
Bernd Wagner, CEO STACKIT und Bereichsvorstand Schwarz Digits, ergänzte: „Wortwörtlich lebenswichtig sind dabei die Datenhoheit und die Sicherheit von Patientendaten.“
Beispielsweise bietet die Kooperation:
- Aufbau einer autarken Cloud-Landingzone als technische Basis
- Integration zentraler Anwendungen wie Avelios Medical und OmniConnect
- Einhaltung europäischer Datenschutz- und Sicherheitsstandards
- Planung konzernweiter Rollouts ab 2027
- Vorbereitung für KI- und datengetriebene Services
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung für die Region und Ausblick
Die Partnerschaft stärkt die IT-Infrastruktur eines der größten privaten Gesundheitsdienstleister Deutschlands mit Sitz in Ismaning und sorgt für mehr digitale Unabhängigkeit im europäischen Gesundheitswesen. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies vor allem verbesserte Sicherheit bei der Verarbeitung sensibler Gesundheitsdaten und langfristig modernisierte, digitale Behandlungsprozesse.
Von 2026 an sind Erprobungsphasen mit ausgewählten Einrichtungen geplant, ab 2027 soll die Cloud-Lösung konzernweit ausgerollt werden. Dieser Schritt ist Teil der umfassenden Digitalisierungsstrategie von Sana, die darauf abzielt, IT-Systeme zu vereinheitlichen und innovative Anwendungen im Gesundheitswesen zu ermöglichen.
Weiterführende Informationen zur Digitalisierung im Gesundheitswesen bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter gesundheitsinformation.de.
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