3sat: "NANO Talk" über Neuen Kolonialismus

3sat: ‚NANO Talk‘ über Neuen Kolonialismus

Anzeige

Mainz. Der Begriff neuer kolonialismus macht aktuell in einer Gesprächsrunde des ZDF-“NANO Talk” am 22. Januar 2026 die Runde. Dabei stehen Machtkämpfe um Einfluss in bisher wenig erschlossenen Regionen wie der Tiefsee, Antarktis und digitalen Sphären im Fokus.

Machtkampf neu entdecken – neuer kolonialismus macht

Die Diskussion zu neuer kolonialismus macht beleuchtet, wie sich koloniale Muster in der Gegenwart verschieben. Nicht mehr ausschließlich Staaten, sondern zunehmend globale Technologiekonzerne prägen diese neuen Einflussbereiche.

Moderne Einflussgebiete

Neben den klassischen geographischen Regionen wie Grönland, das aktuell wegen seiner Rohstoffvorkommen im Zentrum geostrategischer Interessen steht, erweitert der moderne Kolonialismus sein Wirken auf digitale Räume und das Weltall. So werden digitale Daten und seltene Erden zu neuen Objekten der Ausbeutung und Kontrolle.

Technologiekonzerne als Akteure

Konzerne wie Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Microsoft, Huawei und DeepSeek nehmen eine dominierende Rolle ein. Sie kontrollieren Glasfasernetze und digitale Infrastrukturen, die als die „neuen kolonialen Eisenbahnen“ gelten könnten. Dieser Umstand wirft ethische und politische Fragen auf, etwa zur Abhängigkeit von Technologien, besonders in Ländern des globalen Südens.

„Es wird geraubt, ausgebeutet, kontrolliert und unterdrückt“, sagte Aram Ziai, Professor für Entwicklungspolitik und Postkoloniale Studien an der Universität Kassel.

Zur Vertiefung dieses Themas findet die Sendung „NANO Talk: Neuer Kolonialismus – Kampf um Macht in neuen Sphären“ am 22. Januar 2026 um 21 Uhr im ZDF statt. Teilnahme nehmen Experten aus Ethik der Künstlichen Intelligenz und Digitaltechnologien. Weitere Infos sind auf der ZDF-Webseite abrufbar.

Beispielsweise erläutert Prof. Rainer Mühlhoff von der Universität Osnabrück, wie das digitale Zeitalter neue Abhängigkeitsverhältnisse schafft.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionaler Bezug und praktische Bedeutung

Auch für die Region Rhein-Main, in der Mainz liegt, sind diese Entwicklungen bedeutsam. Die wachsende Vernetzung und Digitalisierung bringen einerseits Chancen für Innovationen, eröffnen aber gleichzeitig neue Risiken hinsichtlich Kontrolle und Datenschutz. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das eine verstärkte Auseinandersetzung mit den Themen digitale Souveränität und ethische Nutzung von Technik.

Im kommenden Jahr sind weitere Veranstaltungen und Diskussionsrunden geplant, die das Thema neuer kolonialismus macht aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Interessierte finden hierzu Informationen auf regionalupdate.de. Zudem empfiehlt es sich, die Programme der öffentlich-rechtlichen Sender im Blick zu behalten, um die Sendung im ZDF zu verfolgen.

Weiterführende Informationen zum historischen und gegenwärtigen Kolonialismus bietet das Bundeszentrale für politische Bildung unter bpb.de.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel