Katasteramt Brake schließt nach 150 Jahren

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Brake. Nach 150 Jahren wird das Katasteramt Brake im Januar 2026 offiziell geschlossen. Die Dienststelle wird mit dem Katasteramt Oldenburg zusammengelegt, wodurch die Zusammenarbeit im Vermessungswesen für die Region modernisiert und digitalisiert fortgeführt wird. Die katasteramt brake schliessung markiert einen bedeutenden Einschnitt für die Wesermarsch.

Katasteramt Brake schließt – Neubeginn mit dem Katasteramt Oldenburg

Das Katasteramt Brake hat eine lange Geschichte: Bereits 1867 wurde der Fortschreibungsdistrikt Brake eingerichtet, der sich über Jahrzehnte weiterentwickelte und 1923 sowie 1933 durch die Eingliederung der Ämter Elsfleth und Butjadingen vergrößert wurde. Standortwechsel prägten seine Entwicklung, unter anderem in die Georgstraße und die Breite Straße, bevor 1969 der Umzug in das heutige Behördenviertel am Schrabberdeich erfolgte. Zu Spitzenzeiten beschäftigte die Dienststelle bis zu 50 Vermessungsfachkräfte und deckte ein großes Gebiet der Wesermarsch ab.

Historischer Vermessungseinsatz auf der Vogelinsel Mellum

Ein besonders eindrucksvolles Kapitel war der Einsatz 1989 auf der Vogelinsel Mellum zur Vorbereitung einer Luftbildbefliegung. Ohne heutige GPS-Technik mussten Vermessungsteams bei herausfordernden Bedingungen und im Winter die Insel mit Boten erreichen und Signalisierungspunkte setzen. Diese Vermessung erfolgte zu Fuß durch das Watt, was den Einsatz zu einer außergewöhnlichen und anspruchsvollen Aufgabe machte.

Entwicklung der Standortstruktur der Niedersächsischen Vermessungs- und Katasterverwaltung

Im Mai 2025 beschloss das Niedersächsische Landeskabinett eine neue Standortstruktur des Landesamtes für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN). Ziel ist es, die 53 Katasterämter effizienter zu organisieren. Dabei werden 14 Standorte schrittweise aufgelöst, darunter das Katasteramt Brake. Die 17 Mitarbeitenden wechseln im Januar 2026 nach Oldenburg, wo bereits ein Katasteramt vorhanden ist. Parallel wird auch der Standort Delmenhorst geschlossen und mit Wildeshausen zusammengelegt.

„Das Katasteramt Oldenburg wird zukünftig Partner von Kommunen, Amtsgerichten und Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises Wesermarsch sein“, heißt es in der Mitteilung des LGLN.

Neben Oldenburg verbleiben fünf Katasterämter in der Region Oldenburg-Cloppenburg, die vermessungstechnische Dienstleistungen weiterhin in bewährter Qualität anbieten. Hierzu zählen unter anderem Gebäudeeinmessungen, Grundstücksteilungen und Grenzfeststellungen. Über das Niedersächsische Antragssystem für Verwaltungsleistungen Online (NAVO) können diese Leistungen künftig jederzeit digital beantragt werden. Zudem ermöglicht der Dienst „Katasterkarten-online“ die Einsicht in amtliche Kartenauszüge, was beispielsweise für Bauvorhaben oder Immobiliengeschäfte relevant ist.

Moderne Vermessungslösungen und regionale Auswirkungen der katasteramt brake schliessung

Für die Bürgerinnen und Bürger in der Wesermarsch bedeutet die Schließung des Katasteramtes Brake keine Einschränkung der Vermessungsdienste. Die Zusammenlegung mit Oldenburg gewährleistet weiterhin die gesetzliche Betreuung und vielfältige Dienstleistungsangebote im amtlichen Vermessungswesen. Die fortschreitende Digitalisierung erleichtert dabei den Zugang zu wesentlichen Leistungen und fördert moderne Arbeitsprozesse.

Die historische Schließung des Katasteramtes Brake ist somit Teil eines umfassenderen Strukturwandels zur Optimierung der Vermessungsverwaltung in Niedersachsen. Die verbleibenden Standorte sind personell gut ausgestattet und auf die künftigen Anforderungen vorbereitet.

Weitere Informationen zur neuen Struktur erhalten Sie direkt beim Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen sowie auf regionalupdate.de.

Die Katasteramt Schliessung markiert das Ende einer über 150-jährigen Institution in der Wesermarsch. Für die betroffenen Mitarbeitenden ist die Verlagerung zum Katasteramt Oldenburg vorgesehen, das zukünftig alle Vermessungsaufgaben in der Region übernimmt. Bürgerinnen und Bürger profitieren durch digitale Angebote und eine moderne Verwaltung, die eine effiziente und rechtskonforme Vermessung sicherstellt. Terminlich steht die offizielle Schließung in Brake für den 23. Januar 2026 an. Diese Veränderung ist ein Schritt in der Weiterentwicklung der Niedersächsischen Vermessungs- und Katasterverwaltung.

Mehr zum Thema Vermessungsdienstleistungen in Niedersachsen finden Sie auf regionalupdate.de sowie ausführliche Informationen zum Land Niedersachsen unter lgln.niedersachsen.de.

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