Rückgang der Baumschulbetriebe in Niedersachsen setzt sich fort

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Hannover. In Niedersachsen ist der Rückgang der Baumschulbetriebe erneut bestätigt worden, wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen bekannt gab. Die Gesamtzahl der Betriebe und die bewirtschaftete Baumschulfläche sind in den vergangenen vier Jahren merklich gesunken, wobei Ziersträucher und Bäume auf etwa der Hälfte der Flächen angebaut werden.

Rückgang in Niedersachsen

Im Jahr 2025 bewirtschafteten 346 Baumschulbetriebe eine Fläche von 4.060 Hektar in Niedersachsen. Im Vergleich zu 2021 sank die Zahl der Betriebe um 13 Prozent von 399 auf 346, während die bewirtschaftete Grundfläche um 15 Prozent von 4.794 auf 4.060 Hektar zurückging. Ziersträucher und Bäume stellen mit 50 Prozent den größten Anteil an der genutzten Baumschulfläche, gefolgt von Forst- und Heckenpflanzen mit 18 Prozent.

Regionale Schwerpunkte in der Baumschulwirtschaft

Die Baumschulwirtschaft konzentriert sich vor allem im Landkreis Ammerland. Dort sind mit 149 Betrieben 43 Prozent aller niedersächsischen Baumschulen ansässig. Die Betriebe bewirtschaften 2.252 Hektar, das entspricht 56 Prozent der gesamten Baumschulfläche in Niedersachsen. Auf einem Großteil dieser Fläche wachsen vor allem Ziersträucher und Bäume, die 1.336 Hektar oder 33 Prozent der gesamten Landesfläche bedecken.

Veredelung und Schutzabdeckungen

Flächen für die Veredelung erreichen in Niedersachsen eine Größe von 100 Hektar, was drei Prozent der Baumschulflächen entspricht. Bei der Veredelung werden Pflanzen wie Rosen oder Obstgehölze auf eine geeignete Unterlage aufgepfropft. Rund zwei Drittel dieser Flächen befinden sich in der Region Weser-Ems, wobei der Landkreis Cloppenburg mit 34 Hektar den größten Einzelanteil hält. Trotz des allgemeinen Rückgangs legten die Baumschulflächen unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen um 15 Prozent zu, von 188 auf 217 Hektar.

„Das Landesamt für Statistik Niedersachsen bietet neutrale und verlässliche Informationen, die für Planung und Entscheidungsprozesse in Politik und Wirtschaft in Niedersachsen genutzt werden“, so eine Sprecherin des Amtes.

Bedeutung für die Region und weitere Informationen

Der Rückgang Baumschulen Niedersachsen zeigt deutliche Veränderungen einer regional wichtigen Branche. Die Entwicklung könnte Auswirkungen auf lokale Arbeitsplätze und die Pflanzenversorgung haben. Gleichzeitig verdeutlicht der Anstieg geschützter Anbauflächen eine Anpassungsstrategie der Baumschulen an neue Anforderungen. Weitere detaillierte Daten sind auf der Webseite des Landesamtes für Statistik Niedersachsen verfügbar.

Für Informationen rund um Landwirtschaft und Wirtschaft im Nordwesten bietet regionalupdate.de weitere Berichte und Analysen.

Schlussbetrachtung zum Rückgang Baumschulen Niedersachsen

Der Rückgang Baumschulen Niedersachsen ist ein bedeutendes Signal für die gärtnerische Wirtschaft in der Region. Trotz Rückgängen bleibt der Landkreis Ammerland als Zentrum der Baumschulbranche stark vertreten. Für Bürgerinnen und Bürger ist diese Entwicklung interessant, da Baumschulen eine wichtige Rolle für Gartengestaltung und regionale Pflanzenvielfalt spielen. Zukünftige Beobachtungen und mögliche Fördermaßnahmen könnten helfen, den Strukturwandel in der Branche zu begleiten und lokale Angebote zu sichern.

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