Niedersachsen. Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi setzt sich für die Einführung der Widerspruchslösung Organspende Niedersachsen ein. Trotz einer leichten Steigerung der Organspenden reicht die Anzahl der verfügbaren Organe nicht aus, um alle Wartelisten-Patienten zu versorgen.
Mehr Organspenden retten
Die jüngsten Zahlen der Deutschen Stiftung Organtransplantation zeigen, dass im Jahr 2025 in Deutschland 985 Menschen postmortal Organe gespendet haben. Dies stellt mit 11,8 Spendern pro Million Einwohner den höchsten Stand seit 2012 dar, entspricht jedoch einer Steigerung von nur 3,4 Prozent gegenüber 2024. Niedersachsens Gesundheitsminister Philippi betont, dass trotz dieser Entwicklung weiterhin zu wenige Organe zur Verfügung stehen, um die Nachfrage zu decken.
Kritik an der Zustimmungslösung
Das bisher geltende System der Zustimmungslösung stößt auf Kritik, da es kaum Fortschritte bei der Organspendebereitschaft gebracht habe. Philippi verweist darauf, dass ein Großteil der Bevölkerung prinzipiell zur Organspende bereit sei, viele Menschen sich aber nicht aktiv mit der Thematik auseinandersetzen oder keine Entscheidung treffen.
„Mit der bisher geltenden Zustimmungslösung sind keine Fortschritte erzielt worden, noch immer sind die Wartelisten für ein Organ viel zu lang“, sagte Philippi.
Aufruf an den Bundestag
Gesundheitsminister Philippi appelliert an die Abgeordneten des Bundestags, sich zeitnah mit einem Bundesratsgesetzvorschlag zur Widerspruchslösung zu befassen. Er sieht darin einen entscheidenden Schritt gegen den Organmangel.
„Jeder Tag, an dem es mehr Organspenden gibt, rettet Leben“, sagte der Minister.
Bedeutung der Widerspruchslösung Organspende Niedersachsen für Bürgerinnen und Bürger
Die Einführung der Widerspruchslösung Organspende Niedersachsen könnte dazu beitragen, die Zahl der Organspenden weiter zu erhöhen und die langen Wartelisten zu verkürzen. Dazu müssten die Bürgerinnen und Bürger sich aktiv mit ihrer Organspendenentscheidung auseinandersetzen, anstatt untätig zu bleiben. Für Menschen, die auf ein Spenderorgan angewiesen sind, kann dies lebensrettend sein.
Das niedersächsische Gesundheitsministerium sowie bundesweite Organisationen wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation informieren umfassend über das Thema Organspende. Weitere Details und aktuelle Entwicklungen finden Interessierte auf regionalupdate.de.
Eine Entscheidung des Bundestags über die Einführung der Widerspruchslösung wird in den kommenden Monaten erwartet. Bis dahin bleibt die Aufklärung über die Bedeutung der Organspende zentral für die Bevölkerung.