Operateure und Patient: Anwar Ghazal, Patient Andreas Lannßky und PD Dr. med. Daniel Kämmerer, Oberarzt an der Klinik für Allgemeine Chirurgie / Viszeralchirurgie, Weiterbildung Gefäßchirurgie (v.l.n.r.) / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/109212 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

Neuartige Stentprothese in Bad Berka implantiert

Bad Berka. An der Zentralklinik Bad Berka wurde am 8. Januar 2026 erstmals in Thüringen die neue Stentprothese Aortenbogen Bad Berka eingesetzt. Mit diesem minimal-invasiven Verfahren kann ein Einriss der Hauptschlagader im Aortenbogen effektiv behandelt werden.

Neue Stenttechnik wirkt

Die Zentralklinik Bad Berka gehört mit der Anwendung des Tianyi-Stents zu den Vorreitern in Deutschland. Diese spezielle Stentprothese wurde entwickelt, um die komplexen Gefäßverzweigungen im Aortenbogen zu erhalten und zu stabilisieren. Der Eingriff ist vor allem deshalb anspruchsvoll, weil in unmittelbarer Nähe des Herzens wichtige Schlagadern abzweigen, die Kopf, Hals und Arme mit Blut versorgen.

Besonderheiten des Tianyi-Stents

Die Stentprothese besitzt eine besondere Gewebetextur, die den Anschluss der abzweigenden Gefäße erleichtert. Das Besondere daran ist, dass der Operateur hauptsächlich einen Draht und einen Führungskatheter verwendet, was den Eingriff schonender und weniger komplex macht.

„Die neue Stentprothese bietet in bestimmten Bereichen eine besondere Gewebetextur – TIANYI – die den Anschluss von Gefäßen, die im Aortenbogen entspringen, erheblich erleichtert“, sagte Dr. Thomas Knöfel, Departmentleiter der Klinik für Thorax- und Gefäßchirurgie.

Bedeutung bei Aortendissektionen

Einrisse in der Aorta, sogenannte Aortendissektionen, sind lebensbedrohliche Notfälle. Es wird unterschieden zwischen Typ A, der nur in Herzzentren behandelt wird, und Typ B, der oftmals in Gefäßzentren versorgt wird. Manchmal ist die Klassifizierung schwierig, was schnelle Entscheidungen bei der Patientenverlegung erschwert. Die neue Technik kann insbesondere bei schwer zuzuordnenden Fällen die schnelle und sichere Versorgung verbessern.

„Wenn sich diese Aortenprothese in der Notfallversorgung insbesondere der Aortendissektion einführen lässt, könnten für eine ganze Reihe von Patientinnen und Patienten die Risiken minimiert und der Krankenhausaufenthalt sowie die Genesung verkürzt werden“, erklärte Oberarzt Anwar Ghazal.

Erster Patient erfolgreich behandelt

Der erste Patient, ein 62-jähriger Mann aus Thüringen, konnte nach nur fünf Tagen die Klinik wieder verlassen. Dies bestätigt die potenziellen Vorteile der Methode bei der Behandlung komplexer Aortenverletzungen.

  • Minimale invasive Behandlung
  • Erhalt der versorgenden Gefäße
  • Kürzere Erholungszeiten

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Fortschritt in der Gefäßchirurgie für Thüringen

Die Zentralklinik Bad Berka zählt mit über 120 Jahren Erfahrung und jährlich rund 40.000 Patienten zu den großen Kliniken Thüringens. Die Einführung der Stentprothese am Aortenbogen stärkt die medizinischen Versorgungsmöglichkeiten in der Region, insbesondere für Notfallpatienten mit Aortendissektionen. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies eine bessere und schnellere Behandlung lebensbedrohlicher Gefäßerkrankungen in unmittelbarer Nähe. Weitere Forschungen und Schritte zur Verbreitung der Technik sind geplant, um die Behandlung noch mehr Patienten zugänglich zu machen.

Mehr Informationen zur Klinik und Behandlung finden Sie auf der Website der Zentralklinik Bad Berka. Hintergrundwissen zu Aortendissektionen bietet die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin auf dgg.de.


H2: Neue Stenttechnik wirkt

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Fortschritt in der Gefäßchirurgie für Thüringen

Die Zentralklinik Bad Berka zählt mit über 120 Jahren Erfahrung und jährlich rund 40.000 Patienten zu den großen Kliniken Thüringens. Die Einführung der Stentprothese am Aortenbogen stärkt die medizinischen Versorgungsmöglichkeiten in der Region, insbesondere für Notfallpatienten mit Aortendissektionen. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies eine bessere und schnellere Behandlung lebensbedrohlicher Gefäßerkrankungen in unmittelbarer Nähe. Weitere Forschungen und Schritte zur Verbreitung der Technik sind geplant, um die Behandlung noch mehr Patienten zugänglich zu machen.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Threads
X

Weitere Artikel