Leipzig. Zum 80. Geburtstag des Dresdner Schauspielers und Kabarettisten präsentiert der MDR das „Wolfgang Stumph Porträt“. Die Dokumentation „Wolfgang Stumph – Der Rastlose“ ist ab dem 25. Januar in der ARD Mediathek verfügbar und kommt am 1. Februar als TV-Premiere ins MDR-Fernsehen.
Entdecke Stumphs Leben
Das „Wolfgang Stumph Porträt“ begleitet den Künstler auf einer persönlichen Reise durch Dresden und Berlin. Dabei stehen Stationen wie die Semperoper, Frauenkirche und das Elbufer im Fokus, die eng mit seinem Werdegang verbunden sind. Stumph, der als Flüchtlingskind begann, entwickelte sich zu einem der prägendsten ostdeutschen Volksschauspieler. Die Dokumentation beleuchtet seinen langjährigen Einsatz für das Verständnis zwischen Ost- und Westdeutschland.
Persönliche Verbindung zu den Rollen
Rund 80 Prozent der Rollen, die Stumph verkörpert, tragen Namen mit „St“, was seinen starken Einfluss auf seine Figuren verdeutlicht. Regisseur Peter Kahane beschreibt Stumph als „einen der wenigen echten Volksschauspieler“, der seine Rollen intensiv lebt. Kultfilme wie „Go Trabi go“ und „Der Job seines Lebens“ illustrieren, wie eng seine künstlerischen Projekte mit seiner eigenen Lebensgeschichte verwoben sind.
Wegbegleiter und Familie kommen zu Wort
Das Porträt enthält Beiträge von Schauspielern wie Katharina Thalbach und Katrin Sass sowie von Regisseuren, die persönliche Einblicke in die Zusammenarbeit mit Stumph geben. Kabarettist Gerhard Polt und frühere Auszubildende ergänzen das Bild des Künstlers. Besonders hervorzuheben sind die emotionalen Statements seiner Tochter Stephanie Stumph und seines Sohnes Thomas, die das Menschliche hinter der öffentlichen Person zeigen.
Filmauswahl in der ARD Mediathek
Neben der Dokumentation stellt der MDR ab dem 29. Januar eine Auswahl von Stumph-Filmen online. Highlights sind „Der Job seines Lebens“ (2003), „Stilles Tal“ (2011) und „Harrys Insel“ (2017). Damit bietet sich ein umfassender Einblick in das Schaffen eines ostdeutschen Schauspielers, der auch mit 80 Jahren weiterhin engagiert bleibt.
Beispiel:
„Er ist einer der wenigen echten Volksschauspieler. […] Man muss eben damit rechnen, wenn man Wolfgang Stumph besetzt, ist es Wolfgang Stumph“, sagte Regisseur Peter Kahane.
„Das mag vielleicht manchen ein bisschen nerven, dass sich Wolfgang in alles einmischt. […] Aber er macht es eben nicht aus Wichtigtuerei oder aus Eitelkeit, sondern er ist besessen“, ergänzte Bernd Böhlich.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Wolfgang Stumph im regionalen Kontext
Als gebürtiger Dresdner gehört Wolfgang Stumph zu den prägenden Kulturschaffenden in Ostdeutschland. Sein Lebensweg spiegelt die Geschichte der Region wider, insbesondere den Übergang und die Aussöhnung zwischen Ost- und Westdeutschland. Für Bewohnerinnen und Bewohner bedeutet die Dokumentation auch eine Gelegenheit, sich mit der künstlerischen Tradition Sachsens auseinanderzusetzen und die kulturelle Identität zu reflektieren. Mit der digitalen Verfügbarkeit in der ARD Mediathek kann eine breite Öffentlichkeit Stumphs Lebenswerk entdecken und würdigen.
Weitere Informationen zum Thema Kulturschaffende in Sachsen finden Sie auf regionalupdate.de. Offizielle Details zur Dokumentation sind auf der Seite des MDR verfügbar: MDR „Wolfgang Stumph – Der Rastlose“.

