Rhede. Am 27. Januar, dem Holocaustgedenktag, zeigt das Junge Ensemble Mariengarden im Rheder Ei das Drama „Zeitspiel – Das Mädchenorchester von Auschwitz“. Die Aufführung erinnert an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 80 Jahren und thematisiert das Leben des Mädchenorchesters im Lager.
Berührendes Theatererlebnis zum Mädchenorchester Auschwitz Rhede
Das Junge Ensemble Mariengarden präsentierte das Stück „Zeitspiel“ bereits mehrfach an verschiedenen Orten, darunter Paris und der Düsseldorfer Landtag. Die Produktion beruht auf den Erinnerungen von Überlebenden und erzählt die Geschichte des Mädchenorchesters von Auschwitz. Dabei verbindet das Drama die harte Realität des KZ-Alltags mit der Aufgabe der Musikerinnen, für die Lager-SS und die Arbeitskommandos zu spielen.
Historische Bedeutung des Mädchenorchesters von Auschwitz
Das Mädchenorchester war ein festes Arbeitskommando, das morgens und abends musizierte, um den Arbeitskolonnen den Weg zu begleiten. Für die jungen Musikerinnen ging es neben dieser außergewöhnlichen Aufgabe vor allem ums Überleben. Die Orchesterleiterin Alma Rosé brachte es auf den Punkt:
„Wenn wir nicht gut spielen, werden wir ins Gas gehen.“
Diese Aussage verdeutlicht den Spagat zwischen künstlerischem Ausdruck und existenzieller Bedrohung, den die Mädchen im Lager leisten mussten.


Engagement gegen Antisemitismus
Das Ensemble, entstanden aus der Theater-AG des Gymnasiums Mariengarden in Burlo, tritt auch weiterhin regelmäßig rund um den Holocaustgedenktag auf, um gegen Antisemitismus ein Zeichen zu setzen. Die Produktion wird von der Antisemitismusbeauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert und ermöglicht es jungen Menschen, sich intensiv mit der Geschichte auseinanderzusetzen.
Die Aufführung am 27. Januar beginnt um 19.30 Uhr im Rheder Ei. Karten sind online unter www.rhede.de/ticket sowie im Rhedenswert-Laden erhältlich. Erwachsene zahlen 10 Euro, Schüler, Studenten und Versehrte 7 Euro.
Theater und Erinnerungskultur in Rhede
Die Veranstaltung in Rhede bereichert die lokale Gedenkkultur und bietet einen eindringlichen Zugang zur Geschichte des Holocaust durch das Medium Theater. Für Interessierte ist dies eine Möglichkeit, die Botschaft des Mädchenorchesters von Auschwitz im Kontext der regionalen Erinnerungskultur zu erleben.
Das Junge Ensemble Mariengarden wird mit „Zeitspiel“ auch weiterhin an verschiedenen Orten auftreten und so die Bedeutung des Erinnerns aufrechterhalten. Die Aufführung am Holocaustgedenktag unterstreicht diese wichtige Aufgabe.
Weitere Informationen zur Geschichte der Befreiung von Auschwitz und Gedenkveranstaltungen bietet das Zentrum für politische Bildung NRW.
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