Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7002 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

Apothekenreform bietet Entwicklungschancen, lässt Unterfinanzierung offen

Schladming. Der Regierungsentwurf zur Apothekenreform eröffnet neue Perspektiven für die Apothekerschaft in Deutschland. Mit der Fokus-Keyphrase Apothekenreform Chancen Entwicklung werden in dem Entwurf vor allem eine Leistungserweiterung und eine stärkere Wertschätzung der Apotheken als Teil der Gesundheitsversorgung hervorgehoben.

Chancen für Apotheken

Die Bundesapothekerkammer sieht in dem vorgeschlagenen Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) eine bedeutende Möglichkeit, die Rolle der Apotheken weiter auszubauen. Dabei betont Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Bundesapothekerkammer, dass Apotheken vor Ort „kein Kostenfaktor, sondern Stabilisatoren“ im Gesundheitssystem sind. Sie entlasten Arztpraxen und Krankenhäuser, indem sie mehr als reine Ausgabestellen für Arzneimittel sind.

Erweiterte pharmazeutische Leistungen

Die Reform zielt darauf ab, die pharmazeutische Beratung, Medikationsanalysen und Betreuung von chronisch Kranken als Kernleistungen zu etablieren. Dr. Hoffmann erläutert:

„Beratung, Medikationsanalysen, pharmazeutische Betreuung chronisch Erkrankter sind keine ‚Add-ons‘, sondern Kernleistungen moderner Pharmazie.“

Wichtig ist dabei eine dauerhafte, auskömmliche und bürokratiearme Vergütung dieser Leistungen.

Bürokratieabbau als Ziel

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Reduzierung und Vereinfachung bürokratischer Prozesse. Die Reform soll verhindern, dass neue Leistungen mit zusätzlichem Formularaufwand verbunden werden. Hoffmann fordert hier mutigere Deregulierungen:

„Bürokratie, die keine Versorgungsqualität verbessert, widerspricht dem gesetzlichen Grundsatz der Wirtschaftlichkeit.“

Beispiele für die Aufgaben der Apotheken

  • Niedrigschwelliger Erstkontakt für Patientinnen und Patienten
  • Lotsenfunktion im Versorgungssystem
  • Sicherheitsanker bei Medikationsfragen
  • Letzter Gesundheitsstandort in vielen Regionen

Dr. Hoffmann weist zudem auf die wichtige Rolle der Apotheken im Übergang zwischen ambulanter und stationärer Versorgung hin. Die sektorübergreifende Versorgung, wie im fünften Sozialgesetzbuch vorgesehen, müsse verbindlich Apotheken einbeziehen, insbesondere bei chronischen Erkrankungen und der Polymedikation. Ohne die Expertise der Apothekerinnen und Apotheker bleibe der Medikationsplan unvollständig.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Bedeutung der Apothekenreform

Die Apothekenreform ist für Regionen wie Schladming und andere ländlich geprägte Gebiete von besonderer Relevanz. Apotheken vor Ort sind oft der letzte direkte Zugang zur Gesundheitsversorgung. Die geplanten Maßnahmen könnten dazu beitragen, diese Versorgungsstrukturen langfristig zu stabilisieren und auszubauen. Für Bürgerinnen und Bürger heißt das eine verbesserte pharmazeutische Betreuung und eine stärkere Einbindung der Apotheken in die Gesundheitsversorgung.

Die Reform sieht vor, dass die persönliche Leitung einer Apotheke weiterhin durch Apothekerinnen und Apotheker erfolgen muss. Dies dient der Arzneimitteltherapiesicherheit und der Wahrung der Heilberuflichkeit. Die Bundesapothekerkammer lehnt daher Modelle ab, in denen Apotheken ohne Apotheker betrieben werden. Das Bundesgesundheitsministerium hat in dieser Frage bereits Anpassungen am Kabinettsentwurf vorgenommen, es bleiben jedoch noch offene Punkte.

Weitere Informationen bietet die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände auf abda.de. Zusätzlich kann die Bedeutung der Apotheken im Gesundheitssystem auf regionalupdate.de weiter verfolgt werden.


Interner Link: Mehr zur Gesundheitsversorgung in der Region auf regionalupdate.de
Externer Link: Ausführliche Informationen zum ApoVWG auf der offiziellen Seite der Bundesapothekerkammer abda.de

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