Der Critical Medicines Act kann ein industriepolitischer Hebel werden: Der BPI begrüßt das Votum des EU-Parlaments und blickt auf die anstehenden Trilog-Verhandlungen. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/21085 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

BPI begrüßt EU-Votum zum Critical Medicines Act

Berlin. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) begrüßt das Abstimmungsergebnis des EU-Parlaments zum Critical Medicines Act. Dieses Gesetz soll die Versorgung mit wichtigen Arzneimitteln in Europa langfristig sichern.

EU sichert Arzneimittelversorgung

Ziele des Critical Medicines Act

Der Critical Medicines Act soll Schwachstellen in der europäischen Arzneimittelversorgung beheben. Dabei stehen Standortattraktivität, Wettbewerbsfähigkeit und Planungssicherheit für Pharmaunternehmen im Mittelpunkt. Dr. Kai Joachimsen, Hauptgeschäftsführer des BPI, betont, dass Versorgungssicherheit nicht allein durch zusätzliche Regulierung erreicht werden kann. Vielmehr müsse Europa als Forschungs- und Produktionsstandort gestärkt werden, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können.

Wichtige Impulse aus dem EU-Parlament

Das EU-Parlament hat mehrere Vorschläge zur Verbesserung der Arzneimittelbeschaffung eingebracht. Diese umfassen unter anderem:

  • Vermehrte Gewichtung von Qualitätskriterien gegenüber dem reinen Preisfokus,
  • Einführung von Mehrgewinner-Modellen zur Vermeidung von Monopolen und zur Risikominderung bei Lieferunterbrechungen,
  • Bevorzugung von Herstellern mit substantiellen Produktionsanteilen in der EU bei öffentlichen Ausschreibungen.

„Der Critical Medicines Act adressiert relevante Schwachstellen der europäischen Arzneimittelversorgung. Jetzt kommt es darauf an, ob er zu einem echten industriepolitischen Hebel wird oder hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt“, sagte Dr. Kai Joachimsen.

Bedeutung der Mitgliedstaaten in den Trilog-Verhandlungen

Der Verband appelliert an das EU-Parlament, den Rat und die Kommission, den Critical Medicines Act im Sinne einer industriepolitischen Strategie weiterzuentwickeln. Europa benötige offene, verlässliche globale Lieferketten und faire Wettbewerbsbedingungen, um den Standort langfristig zu stärken. Die Mitgliedstaaten spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Sie sollten parallel nationale Maßnahmen zur Förderung von Produktion und Innovation ergreifen, Bürokratie abbauen und Planungssicherheit schaffen.

Beispiel: Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung für die Region und Ausblick

Für Deutschland und die gesamte EU bedeutet der Critical Medicines Act eine wichtige Weichenstellung zur Sicherung der Arzneimittelversorgung. Bürgerinnen und Bürger können auf eine stärkere Diversifizierung der Lieferketten und eine höhere Verfügbarkeit kritischer Medikamente hoffen. Die geplanten Trilog-Verhandlungen zwischen Parlament, Rat und Kommission werden entscheidend sein, um das Gesetz weiter zu konkretisieren und industriepolitisch auszurichten. Unternehmen dürfen außerdem auf Maßnahmen zur Verbesserung ihres Investitionsklimas in Europa hoffen.

Weiterführende Informationen zum Thema Arzneimittelversorgung finden Sie auf regionalupdate.de. Offizielle Details zum Critical Medicines Act sind auf der Seite des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI) zu finden.

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