Sozialstaatsradar 2025: Deutsche setzen auf einen starken Sozialstaat

DGB warnt vor Sozialabbau und kündigt Rentenkommission an

Berlin. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat seine politischen Schwerpunkte für das Jahr 2026 vorgestellt und warnt vor Sozialabbau. Stattdessen fordert der DGB klare Investitionen in gute Arbeit, soziale Sicherheit und eine eigene Rentenkommission zur Stärkung der gesetzlichen Rente. Im Fokus steht die Notwendigkeit, die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in Deutschland durch Investitionen zu fördern.

DGB warnt vor Abbau – Forderungen für Investitionen und Sozialstaat

Klare Prioritäten für Arbeitsmarkt und Sozialstaat

Die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi betont, dass Deutschland für eine erfolgreiche Zukunft Wachstum, Beschäftigung und gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Mittelpunkt stellen muss. Sie kritisiert die Bundesregierung, die sich mit Nebenschauplätzen statt mit zukunftsweisenden Investitionen beschäftige und warnt vor Deregulierung auf Kosten der Beschäftigten. Arbeitsrechte sowie der Sozialstaat seien nicht die Ursache wirtschaftlicher Schwierigkeiten, sondern wichtige Säulen, die erhalten werden müssen.

„Was wir jetzt brauchen, sind keine dystopischen Zuspitzungen und keine nostalgischen Rückblicke, sondern klare Prioritäten und mutige Entscheidungen für die Zukunft“, sagte Fahimi.

Der DGB fordert eine verbesserte öffentliche Investitionspolitik mit einer Priorisierung von Produktion in Europa und der Stärkung der Kommunen durch verlässliche Finanzierung sowie einen Altschuldenfonds. Das soll nicht nur wirtschaftlich wirken, sondern auch das gesellschaftliche Vertrauen stärken.

Sozialabbau stoppen und Investitionen in den öffentlichen Dienst

Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack weist auf den Fachkräftemangel in vielen Bereichen hin und verlangt eine Einstellungsoffensive im öffentlichen Dienst sowie bessere Arbeitsbedingungen. Personalabbau werde als Abbau des Staates verstanden und gefährde das Vertrauen in die Demokratie. Hannack fordert zudem eine Fachkräfteoffensive im Bildungs- und Betreuungsbereich, da bundesweit hunderttausende Kitaplätze und Fachkräfte fehlen.

„Wer Personal abbaut, baut den Staat ab – und gefährdet das Vertrauen in die Demokratie“, warnte Hannack.

Der DGB sieht in Investitionen in gute Arbeitsbedingungen und Ausbildung wichtige Bausteine für Stabilität und Zukunftsfähigkeit. Die Ausbildungsgarantie soll ausgeweitet und Modelle wie eine Umlagefinanzierung bundesweit eingeführt werden, um der Jugendarbeitslosigkeit entgegenzuwirken.

Abschluss: Investitionen statt Sozialabbau – Bedeutung für Beschäftigte und Gesellschaft

Für den DGB ist klar, dass Sozialabbau nicht die Antwort auf wirtschaftliche Herausforderungen sein darf. Die sogenannten DGB Sozialabbau Investitionen sind ein Weg hin zu einem stabilen Sozialstaat, der den Beschäftigten Sicherheit bietet und gleichzeitig wirtschaftliche Stärke ermöglicht. Die Ankündigung einer eigenen Rentenkommission unterstreicht das Ziel, politische Orientierung in der Rentendebatte zu geben und Vertrauen zu schaffen.

Zudem fordern die Gewerkschaften eine Reform der Schuldenbremse, eine nachhaltige Strompreispolitik und eine konsequente Umsetzung von Tarifbindung. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das vor allem mehr Verlässlichkeit bei Arbeits- und Sozialrechten sowie bessere Bedingungen im öffentlichen Dienst und bei der Ausbildung junger Menschen.

Weiterführende Informationen zum sozialen Dialog und zur Arbeitsmarktpolitik bietet regionalupdate.de. Eine vertiefte Perspektive zum Sozialstaat findet sich auch bei DGB Bund.

Der DGB setzt auf Investitionen und klare politische Prioritäten, um soziale Sicherheit und wirtschaftliche Stärke in Deutschland zu verbinden – als Gegenpol zu Sozialabbau und fehlender Planungssicherheit.

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