KI-Nutzung steigt, Vertrauen der Beschäftigten sinkt

Anzeige
Digitale Realität

Frankfurt am Main. Die KI Nutzung Arbeitnehmende Deutschland nimmt zu: 41 Prozent der Beschäftigten verwenden künstliche Intelligenz (KI) regelmäßig im Job – ein Anstieg um sieben Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Zugleich sinkt jedoch das Vertrauen in die eigene Kompetenz im Umgang mit KI deutlich, wie das ManpowerGroup Global Talent Barometer 2026 zeigt.

KI Vertrauen sinkt

Zunahme der KI Nutzung im Arbeitsalltag

Laut dem Bericht gaben 41 Prozent der 1.017 befragten Arbeitnehmenden in Deutschland an, künstliche Intelligenz regelmäßig bei ihrer Arbeit zu nutzen. Dies entspricht einer Steigerung von sieben Prozentpunkten im Vergleich zu 2024. Gleichzeitig fiel die Sicherheitswahrnehmung im Umgang mit KI von 72 Prozent im Jahr 2025 auf 60 Prozent im aktuellen Jahr, was einen Rückgang von zwölf Prozentpunkten bedeutet.

Das wachsende Bewusstsein für die Bedeutung und den Einfluss von KI im Berufsalltag führt bei vielen Beschäftigten zu einem Gefühl, mit der rasanten technologischen Entwicklung nicht mithalten zu können. Die Integration von KI-Anwendungen verlangt demnach einen erheblichen Aufwand für das Lernen und die Anwendung neuer Tools.

Angst vor Jobverlust bei steigender Technologieangst

36 Prozent der Befragten befürchten, dass ihre Arbeitsstelle binnen der kommenden zwei Jahre durch KI und andere Technologien bedroht sein könnte. Besonders ausgeprägt sind diese Ängste unter Führungskräften: 65 Prozent rechnen in den nächsten sechs Monaten mit einem Stellenverlust. Zudem zeigt die Studie das sogenannte „Job-Hugging“-Phänomen, bei dem 65 Prozent der Arbeitnehmenden ihrem aktuellen Arbeitgeber treu bleiben wollen, gleichzeitig aber 54 Prozent aktiv nach neuen Jobs suchen.

„Menschen glauben weiterhin an das, was sie heute tun, sind sich aber unsicher, welche Rolle sie in der Zukunft spielen werden“, sagte Becky Frankiewicz, President & Chief Strategy Officer der ManpowerGroup.

Burnout-Symptome und Herausforderungen für Arbeitgeber

Ein weiterer wichtiger Befund betrifft die Belastung der Beschäftigten: 58 Prozent berichten von Burnout-Symptomen. Vor dem Hintergrund steigender Produktivitätsanforderungen und Kostensenkungen ist kurzfristig keine Entspannung zu erwarten. Unternehmen, die gezielt Maßnahmen gegen Burnout ergreifen und ihre Mitarbeitenden im Wandel unterstützen, können davon langfristig profitieren.

  • 58 Prozent der deutschen Arbeitnehmenden leiden aktuell unter Burnout-Symptomen
  • Führungskräfte müssen gleichzeitig das Tagesgeschäft sichern und die Transformation gestalten
  • Der Well-Being-Index liegt bei 68 Prozent, die Arbeitszufriedenheit bei 63 Prozent

Becky Frankiewicz erklärt weiter:

„Für jede Organisation liegt darin die Chance, künstliche Intelligenz gezielt voranzubringen, um das Arbeitsleben zu verbessern – damit Menschen sinnvollere, qualifiziertere und ausgeglichenere Leben führen können.“

Weitere Informationen zur Studie bietet die ManpowerGroup auf ihrer offiziellen Webseite.

Mehr zur Studie und deren Hintergründe auf manpowergroup.de

Informationen zu künstlicher Intelligenz vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung für die Beschäftigten in Deutschland und perspektivische Entwicklungen

Das ManpowerGroup Global Talent Barometer verdeutlicht die Herausforderungen und Chancen, die mit der zunehmenden KI Nutzung unter Arbeitnehmenden in Deutschland einhergehen. Für Beschäftigte bedeutet die wachsende Integration von KI-Anwendungen einerseits eine Veränderung des Arbeitsalltags und eine notwendige Weiterbildung. Andererseits besteht eine spürbare Unsicherheit hinsichtlich der eigenen Rolle und Jobsicherheit. Die hohe Zahl an Burnout-Fällen unterstreicht die Wichtigkeit von stabilen und unterstützenden Arbeitsbedingungen.

Für Unternehmen in Deutschland besteht die Aufgabe darin, diese Transformation aktiv zu begleiten, das Vertrauen in KI-Kompetenzen zu stärken und durch gezielte Fördermaßnahmen die Mitarbeitenden zu entlasten und zu motivieren. Weiterbildungsprogramme und eine offene Kommunikationskultur können dazu beitragen, den „AI Confidence Gap“ zu verringern und Arbeitsplätze zukunftsfähig zu gestalten. Die Ergebnisse der Studie bieten dafür eine wichtige Grundlage und Handlungsempfehlungen.

Lesen Sie auch weitere regionale Arbeitsmarktinformationen auf regionalupdate.de.

Gefällt dir’s? Dann teil’s doch!

Facebook
LinkedIn
WhatsApp
Email

Weitere Artikel