München. Die Gremienvertreterkonferenz (GVK) hat am 19. Januar 2026 in Frankfurt am Main zwei neue Mitglieder in den Medienrat gewählt. Mit Nathalie Wappler und Peter Müller ist der sechsköpfige Medienrat damit nun vollständig besetzt. Die Wahl erfolgte auf Basis des § 26b Medienstaatsvertrags, der die Aufgabe des Medienrats regelt.
Neue Medienrat Mitglieder: GVK wählt Medienrat Mitglieder
Der Medienrat ist ein neu geschaffenes unabhängiges Expertengremium, das seit dem 1. Dezember 2025 im Rahmen des Reformstaatsvertrags die Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Auftrags von ARD, ZDF und Deutschlandradio überprüft. Die GVK, die die Gremienkontrolle der Landesrundfunkanstalten koordiniert, hat mit der Wahl von Nathalie Wappler und Peter Müller die letzte Lücke im sechsköpfigen Medienrat geschlossen.
Rolle und Aufgaben des Medienrats
Der Medienrat erstellt alle zwei Jahre einen sogenannten Auftragsbericht, der wissenschaftlich fundiert bewertet, wie gut der öffentlich-rechtliche Rundfunk seinen gesetzlichen Informations-, Bildungs-, Kultur- und Unterhaltungsauftrag erfüllt. Der Bericht wird an die Intendantinnen, Intendanten und die entsprechenden Gremien übergeben und anschließend veröffentlicht. Dabei orientiert sich die Arbeit des Medienrats an den Kriterien des Medienstaatsvertrags.
Neue Mitglieder mit komplementären Erfahrungen
Nathalie Wappler bringt langjährige Erfahrung als Journalistin und Medienmanagerin mit. Sie war von 2019 bis 2026 Direktorin des Schweizer Radios und Fernsehens (SRF) und verfügt über fundierte Kenntnisse des gemeinwohlorientierten Rundfunks in Deutschland und der Schweiz. Peter Müller, ehemaliger Bundesverfassungsrichter und Ministerpräsident des Saarlandes, ergänzt den Medienrat insbesondere mit seiner Expertise im Verfassungsrecht. Durch seine langjährige Erfahrung im Bundesverfassungsgericht bringt er eine wichtige rechtliche Perspektive in die Arbeit des Gremiums ein.
„Mit Nathalie Wappler konnten die Gremienvertreterinnen und -vertreter eine vielfach bewährte Fachfrau aus der Praxis des gemeinwohlorientierten Rundfunks gewinnen“, sagte Klaus Sondergeld, Vorsitzender der GVK.
„Peter Müller ergänzt die Vielfalt der Fachgebiete im Medienrat ideal um die Perspektive des Verfassungsrechts.“
Weitere Mitglieder des Medienrats, die von verschiedenen Landesrundfunk- und Hörfunkräten sowie Regierungsvertretern bestellt wurden, sind Prof. Dr. Annika Sehl, Prof. Dr. Jeanette Hofmann, Prof. Dr. Anne Bartsch und Prof. Dr. Boris Alexander Kühnle.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Medienrat komplett: Bedeutung für die Region und kommende Schritte
Die voll besetzte Medienratsmitglieder sorgen für eine fachlich fundierte Evaluation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, gerade auch mit Blick auf regionale Angebote und die Einhaltung demokratischer und rechtlicher Standards. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies eine kontinuierliche Überprüfung und Weiterentwicklung der Qualität und Relevanz von ARD, ZDF und Deutschlandradio.
Die GVK wird die Arbeit des Medienrats weiterhin begleiten und unterstützen, insbesondere bei der Behandlung und Beratung des alle zwei Jahre erscheinenden Auftragsberichts. Für die Öffentlichkeit bestehen dadurch transparente Einblicke in die Leistungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
Weitere Informationen zur Gremienvertreterkonferenz und zur Aufgabenstellung des Medienrats finden Sie auf regionalupdate.de sowie auf der offiziellen Seite der ARD-Gremienvertreterkonferenz.
Die Gremienvertreterkonferenz (GVK) hat mit der Wahl von Nathalie Wappler und Peter Müller die personelle Besetzung des Medienrats abgeschlossen. Dieser nimmt seit Dezember 2025 seine Arbeit wahr und überprüft regelmäßig den öffentlich-rechtlichen Auftrag von ARD, ZDF und Deutschlandradio. Durch die Expertise der neuen Mitglieder wird die fachliche Evaluation gestärkt, was regionale sowie überregionale Medienvielfalt fördert.
Die Arbeit des Medienrats wird in Zukunft durch den Auftragsbericht alle zwei Jahre dokumentiert. Die Ergebnisse fließen in Empfehlungen zur Weiterentwicklung der öffentlich-rechtlichen Medienlandschaft ein. Für die Bevölkerung stehen damit Transparenz und Qualitätssicherung im Rundfunk im Fokus.
Eine umfassende Information zur Gremienarbeit und Mediengesetzeslage steht auf ard-gvk.de bereit.

