Präsentation der Gedenktafel

Gedenktafel für KSV-Mitbegründer Georg P. Blaschke enthüllt

Kiel. Anlässlich des 150. Geburtstags von Georg Blaschke hat die KSV Holstein eine Gedenktafel an seinem ehemaligen Wohnhaus in der Dänischen Straße 24 enthüllt. Die „georg blaschke gedenktafel“ würdigt den Mitbegründer und prägenden Funktionär des Vereins sowie bedeutenden Kieler Fußballpionier.

Blaschke Ehrung Kiel: Erinnerung an eine Fußballlegende mit „georg blaschke gedenktafel“

Die Gedenkfeier für Georg Blaschke fand am Dienstag im Lüneburg-Haus in Kiel statt. KSV-Präsident Steffen Schneekloth betonte die Bedeutung, das Andenken dieses Fußballpioniers zu bewahren. Rund zahlreiche Gäste, darunter Historiker und Blaschke-Nachfahren, nahmen teil. Club-Historiker Patrick Nawe hob hervor, wie die Tafel einen weiteren Erinnerungsort der Kieler und deutschen Fußballgeschichte schaffe.

Bedeutung Georg Blaschkes für den Kieler Fußball

Georg Blaschke wurde 1876 im schlesischen Glatz geboren, kam als junger Mann nach Kiel und gehörte 1900 zu den Gründern des 1. Kieler Fußballvereins. Er erzielte das erste Tor des heutigen Traditionsklubs und war vor allem als Organisator von großer Bedeutung. 1917 wirkte er maßgeblich an der Fusion des 1. Kieler FV mit dem SV Holstein zur heutigen KSV Holstein mit.

Führende Rolle im deutschen Fußballverband

Blaschke engagierte sich ab 1903 für die Vernetzung der Fußballvereine in Kiel und Norddeutschland. Er war an der Gründung des Verbandes der Kieler Fußballvereine und des Norddeutschen Fußballverbandes beteiligt. Während des Ersten Weltkriegs leitete Blaschke ehrenamtlich die Geschäftsführung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und verlegte 1916 dessen Zentrale nach Kiel. Damit wurde die Stadt bis 1927 zum organisatorischen Zentrum des deutschen Fußballs.

„Persönlichkeiten wie Georg P. Blaschke spiegeln die gesellschaftliche Bedeutung unseres Vereins eindrucksvoll wider“, sagte Club-Historiker Patrick Nawe.

Lokalpolitisches Engagement und bleibende Ehrung

Blaschke verband Sport und Politik durch sein Amt als ehrenamtlicher Kieler Stadtrat ab 1924, wo er die Sportpolitik der Stadt mitgestaltete. 1928 wurde ihm zu Ehren der Blaschkeplatz benannt, der bis heute an seinen Einfluss erinnert. Nach schwerer Krankheit verstarb er 1929 im Alter von 53 Jahren.

Feierliche Enthüllung und weitere Erinnerungsaktionen

Nach den historischen Vorträgen enthüllten Blaskes Urururenkel, Justus und Annika Blaschke, die etwa 37 × 55 Zentimeter große Bronzetafel an seinem Wohnhaus. Die Tafel ist ab sofort öffentlich sichtbar und informiert über seine wichtigsten Lebensstationen. Bereits am Morgen legten Vereinsvertreter und Blaske-Nachfahren einen Kranz am Grab nieder, unterstützt vom Fanblock 501 und dem Traditionsclub.

Ab dem 21. Januar ist zudem eine limitierte Sammelkarte mit Georg Blaschkes Abbildung im Fanshop des Holstein-Stadions erhältlich. Weitere Informationen zur Gedenktafel und Blaschkes Geschichte finden Interessierte auf der offiziellen Vereinswebsite.

Für weiterführende Details zum Wirken Blaschkes und zur Geschichte der KSV Holstein siehe den Beitrag auf regionalupdate.de sowie das Angebot des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Wichtiger Erinnerungsort in Kiel

Mit der Enthüllung der „georg blaschke gedenktafel“ wurde ein neuer stadtgeschichtlicher und sportlicher Erinnerungsort in Kiel geschaffen. Für Bürgerinnen und Bürger bietet die Tafel die Möglichkeit, die Wurzeln des lokalen Fußballs und die Verdienste eines zentralen Funktionärs kennenzulernen. Die KSV Holstein plant, das Andenken Blaschkes auch künftig durch Publikationen und Veranstaltungen lebendig zu halten.

Die Gedenktafel steht dauerhaft am ehemaligen Wohnhaus Blaschkes, Dänische Straße 24, und kann kostenfrei besichtigt werden. Weitere Aktionen zur Kieler Fußballgeschichte sind für die kommenden Monate angekündigt. So bleibt die „georg blaschke gedenktafel“ ein prägnantes Symbol für die Bedeutung von Tradition und Engagement in der Region.

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