München. Die ARD Gremienvertreterkonferenz Reformstaatsvertrag hat am 19. Januar 2026 ihre neue Zusammensetzung und Führung nach den Vorgaben des Reformstaatsvertrags beschlossen. Dr. Klaus Sondergeld wurde erneut zum Vorsitzenden gewählt, während Gabriele Hammelrath und Beate Bäumer wichtige Ausschussvorsitze übernahmen.
ARD-Gremien starten neu
Die ARD-Gremienvertreterkonferenz (GVK) hat sich durch den zum 1. Dezember 2025 in Kraft getretenen Reformstaatsvertrag grundlegend neu organisiert. Die neue GVK übernimmt erstmals gesetzlich koordinierende und überwachende Aufgaben für die Gemeinschaftsangebote der ARD. Dies betrifft die Zusammenarbeit der Rundfunkräte, Programmausschüsse und Gemeinschaftseinrichtungen.
Wahl der Vorsitzenden und Ausschüsse
Dr. Klaus Sondergeld, bislang Vorsitzender der Gremienvorsitzendenkonferenz, wurde einstimmig zum Vorsitzenden der neu konstituierten GVK gewählt. Für die Ausschüsse gab es ebenfalls einstimmige Neubestimmungen: Gabriele Hammelrath wurde Vorsitzende des Programmausschusses, der künftig das Gemeinschaftsangebot der ARD beaufsichtigt. Nach ihrem amtszeitbedingten Ausscheiden Ende 2026 folgt Anja Kramer als designierte Vorsitzende.
Beate Bäumer wurde zur Vorsitzenden des Telemedienausschusses gewählt. Dieser Ausschuss beschäftigt sich insbesondere mit der Entwicklung digitaler Angebote und deren Distribution sowie der Koordinierung der Rundfunkräte in diesem Bereich.
Aufgaben des Finanzausschusses und GVK-Struktur
Den Finanzausschuss leitet weiterhin Petra Rossbrey, Vorsitzende des Verwaltungsrats des Hessischen Rundfunks. Dieser Ausschuss koordiniert die Beratungen zu Gemeinschaftseinrichtungen und Beteiligungen der ARD.
Der Reformstaatsvertrag sieht vor, dass die GVK die Gremienarbeit der ARD koordiniert und Aufsicht über das Gemeinschaftsprogramm führt. Die Konferenz berät die Intendant*innen der ARD außerdem zu gemeinschaftlichen Programmen und Finanzplanungen.
„Mit dem Reformstaatsvertrag hat sich nicht nur die Struktur der GVK verändert, auch inhaltlich gewinnt sie deutlich an Gewicht. Das ist ein Signal des Gesetzgebers, dass mit den Erwartungen an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk auch die Verantwortung der Kontrollgremien steigt. Die GVK ist jetzt startklar“, sagte Dr. Klaus Sondergeld, Vorsitzender der GVK.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Bedeutung für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der Region
Die Neuausrichtung der ARD Gremienvertreterkonferenz Reformstaatsvertrag stärkt die zentrale Rolle der GVK bei der inhaltlichen und finanziellen Aufsicht des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Für die Bürgerinnen und Bürger in der Region bedeutet das eine verbesserte Kontrolle und Koordinierung der ARD-Gemeinschaftsangebote, insbesondere bei digitalen Medien.
Geplant sind regelmäßige Berichte und Newsletter, die über die Arbeit der GVK informieren. Zudem sorgt die neue Struktur für eine engere Verzahnung der Landesrundfunkanstalten und der Deutschen Welle. Die GVK unterstützt so die fortschreitende Anpassung der ARD an gesellschaftliche und digitale Entwicklungen.
Weiterführende Informationen zur Arbeit der ARD-Gremienvertreterkonferenz liefert der ARD-Gremiennewsletter. Offizielle Details zum Reformstaatsvertrag sind beim ARD-Staatsvertrag nachzulesen.
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