Europas Wettbewerbsfähigkeit - nach jahrelangem Abwärtstrend deutet sich nun erstmals eine leichte Trendumkehr an. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/32053 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

Europas Wettbewerbsfähigkeit zeigt Trendwende laut Studie

Davos. Der European Future Readiness Index von Roland Berger zeigt erstmals seit Jahren eine positive Entwicklung in Bezug auf europas wettbewerbsfaehigkeit trendwende. Nach langem Rückgang steigen fünf der sechs Teilindizes, die Zukunftsfähigkeit Europas erfassen, wieder an.

Positive Entwicklungen Europas – europas wettbewerbsfaehigkeit trendwende

Der European Future Readiness Index erfasst die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Länder sowie Norwegens, der Schweiz und Großbritanniens. Er besteht aus sechs Teilindizes: Humankapital, Nachhaltigkeit, Digitalisierung/Innovation, Resilienz, Infrastruktur und Institutionen. Fünf dieser Bereiche weisen seit Kurzem einen Anstieg beziehungsweise eine Überschreitung ihres langjährigen Mittelwerts auf.

Verbesserungen im Humankapital und Nachhaltigkeit

Der Teilindex Humankapital zeigt seit 2018 einen anhaltenden Aufwärtstrend. Treiber sind unter anderem gestiegene öffentliche Bildungsausgaben, eine stärkere Beteiligung von Frauen in Führungsgremien sowie eine höhere Quote von Hochschulabsolventinnen und -absolventen. Auch der Nachhaltigkeitsindex, der zuvor rückläufig war, weist seit 2021 wieder positive Entwicklungen auf.

Resilienz und Infrastruktur gehen nach oben

Der Resilienz-Index profitiert von steigenden Verteidigungsausgaben und sinkender Unternehmensverschuldung seit 2020, was Europas Widerstandsfähigkeit stärkt. Ebenso zeigt der Infrastrukturindex nach mehreren Jahren des Rückgangs, bedingt durch hohe Energiepreise, im Jahr 2024 eine leichte Erholung.

Digitalisierung und Institutionen bleiben Herausforderungen

Der Bereich Digitalisierung und Innovation bleibt problematisch für Europa. Trotz einer leichten Erholung 2024 liegt der Index weiterhin auf niedrigem Niveau, was Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) und Patente dringend erfordert. Der Index für Institutionen hat seit der Finanzkrise und verstärkt seit 2018 abgenommen, unter anderem aufgrund steigender Staatsschulden und komplexer Regulierung.

„Europa verfügt über die wirtschaftliche Größe, die industrielle Basis und die institutionellen Kapazitäten, um seine Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen“, sagte Stefan Schaible, Global Managing Partner bei Roland Berger. „Unsere Analyse zeigt, dass die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Kontinents über viele Jahre hinweg verschlechtert wurde. Ermutigend ist jedoch, dass der Index jetzt wieder über seinem Langzeitverlauf liegt, wenn auch auf absolut zu niedrigem Niveau.“

Die Experten von Roland Berger nennen folgende zentrale Handlungsfelder zur Weiterentwicklung:

  • Vereinfachung von Bürokratie und Regulierung durch klarere Verantwortlichkeiten zwischen EU und Mitgliedstaaten
  • Schnellere Kommerzialisierung von Forschung und verbesserte Rahmenbedingungen für Start-ups
  • Vollendung der Kapitalmarktunion mit freiem Zugang zu Wachstumskapital und Stärkung des Euro
  • Intensive Nutzung industrieller Datenpools für KI-Innovationen

Weitere Details zur Studie sind über die Webseite von Roland Berger verfügbar.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Bedeutung für die Region und nächste Schritte

Für die europäische Region bedeutet die europas wettbewerbsfaehigkeit trendwende eine potenzielle Stabilisierung und langfristige Stärkung der Wirtschaft. Verbesserungen bei Bildung, Nachhaltigkeit und Infrastruktur können Arbeitsplätze sichern und Innovationen fördern. Zugleich bleiben Investitionen in Digitalisierung und die Anpassung regulatorischer Rahmenbedingungen entscheidend, um den Anschluss an die USA und China nicht zu verlieren.

Regionale Unternehmen und Institutionen können von Förderprogrammen und neuen Finanzierungsstrukturen profitieren, die durch Unterstützung auf EU-Ebene erwartet werden. Die Fortführung und Unterstützung der Kapitalmarktunion soll die Finanzierung insbesondere von innovativen Start-ups erleichtern.

Mit Blick auf 2026 raten Experten dringend zu einem koordinierten Vorgehen und gezieltem Fokus auf Künstliche Intelligenz, um die beim European Future Readiness Index erkennbaren Potenziale für Europa ganzheitlich auszuschöpfen.

Mehr Informationen zu regionalen wirtschaftlichen Entwicklungen finden Sie auf regionalupdate.de. Offizielle Informationen zum European Future Readiness Index und der Roland-Berger-Studie sind auf rolandberger.com abrufbar.

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