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Förderung für ländliche Räume in Niedersachsen sichern

Berlin. Die niedersächsische Landesregierung hat ein Positionspapier zur Förderung ländlicher Räume Niedersachsen an Bundesagrarminister Alois Rainer übergeben. Darin fordert sie eine verlässliche Finanzierung des EU-Programms LEADER, das seit über 30 Jahren Projekte in den 68 LEADER-Regionen in Niedersachsen unterstützt.

Laendliche Räume stärken – Bedeutung der Förderung ländliche Räume Niedersachsen

Die EU plant ab 2028 eine Neuordnung ihrer Förderinstrumente, bei der bisher thematisch getrennte Fonds wie ELER, EFRE und ESF in einem zentralen Fonds zusammengeführt werden sollen. Dies birgt die Gefahr, dass die Förderung ländlicher Entwicklung, insbesondere das bewährte LEADER-Programm, deutlich reduziert wird. Niedersachsen warnt, dass ein Wegfall oder eine starke Kürzung dieser Mittel das Engagement in den ländlichen Regionen signifikant schwächen könnte.

Die Landesregierung setzt sich intensiv dafür ein, dass regionale Strukturen und bewährte Förderinhalte weiterhin verlässlich unterstützt werden. Während die Agrarsubventionen über ein festes Budget verfügen sollen, fehlen solche Zusagen für die ländliche Entwicklung und LEADER-Förderung.

LEADER als zentrales Instrument der Regionalentwicklung

Das EU-Programm LEADER fördert vielfältige Projekte in sozialen, wirtschaftlichen und naturschutzbezogenen Bereichen der ländlichen Räume. In Niedersachsen gibt es zurzeit 68 LEADER-Regionen, die fast das gesamte Landesgebiet abdecken. Die Mittel werden nach regionalen Konzepten vergeben, die von den Lokalen Arbeitsgruppen aufgestellt werden. So können Maßnahmen zielgerichtet auf die Bedürfnisse vor Ort angepasst und partizipativ umgesetzt werden.

Die aktuelle Förderperiode (2023–2027) sieht Mittel in Höhe von 165 Millionen Euro aus EU-Fonds vor. Die Landeskommunen stellen die nationale Kofinanzierung bereit, sodass Projekte wie Radwege, Freibadsanierung, Dorfläden oder Biotopvernetzungen umgesetzt werden können.

Aussage der Landesregierung und politische Forderungen

Ministerpräsident Olaf Lies betont die Bedeutung starker ländlicher Regionen in Niedersachsen:

„Wir brauchen starke selbstbewusste ländliche Räume gerade in einem Flächenland wie Niedersachsen. Europa ist nur so stark wie seine Regionen. Ohne Niedersachsen als Energie- und Landwirtschaftsland Nr. 1 gelingt weder die Energie- noch die Agrarwende.“

Agrarministerin Miriam Staudte verweist auf die geplante Halbierung des EU-Förderanteils für LEADER von derzeit 80 auf 40 Prozent:

„Das würde viele Projektideen vor Ort im Keim ersticken. Die Gelder aus EU-Töpfen sind hier gut investiert, das sehe ich vor Ort immer wieder.“

Europa- und Regionalentwicklungsministerin Melanie Walter ergänzt:

„Der europäische Mehrwert dieser Programme ist unbezahlbar. Deshalb muss Europa weiterhin mit einem gesicherten und angemessenen EU-Mittelanteil in LEADER investieren.“

Die Landesregierung hofft auf eine klare Unterstützung seitens des Bundes, der bei den Verhandlungen in Brüssel die Interessen Niedersachsens vertritt.

Stärkung der ländlichen Räume in Niedersachsen – Bedeutung der foerderung laendliche raeume niedersachsen für Bürgerinnen und Bürger

Für die Menschen in Niedersachsen bedeuten verlässliche Fördermittel für die ländlichen Räume direkte Verbesserungen der Lebensqualität. Projekte aus den Bereichen Nahversorgung, soziale Infrastruktur, Umweltschutz und touristische Angebote erhalten dadurch eine finanzielle Basis. Ziel ist es, die ländlichen Regionen lebendig, attraktiv und zukunftsfähig zu gestalten.

Die EU-weite Förderung über LEADER ermöglicht es den Regionen, eigenständig Prioritäten zu setzen und passgenaue Lösungen umzusetzen. Ein Wegfall oder eine Reduzierung der Förderung könnte viele Initiativen gefährden und somit den sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhalt in den Dörfern beeinträchtigen.

In den kommenden Monaten werden die Verhandlungen zum neuen Mehrjährigen Finanzrahmen weitergeführt. Niedersachsen wird sich gemeinsam mit dem Bund dafür einsetzen, dass die Förderung ländlicher Räume Niedersachsen auf dem bisherigen Niveau oder besser erhalten bleibt.

Weitere Informationen zu regionalen Förderprogrammen finden Sie auf regionalupdate.de sowie auf der Webseite des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz https://www.ml.niedersachsen.de.


Stärkung ländlicher Regionen bleibt zentrale Aufgabe

Die anstehende Neuordnung der EU-Förderung stellt Niedersachsens ländliche Räume vor Herausforderungen. Dennoch zeigt die Landesregierung durch ihr Engagement und die Übergabe des Positionspapiers klar, wie wichtig die foerderung laendliche raeume niedersachsen für die Zukunft der Regionen ist. Die Bürgerinnen und Bürger können auf eine konsequente Unterstützung durch ihre Landes- und Bundespolitik hoffen, um die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Potenziale vor Ort weiterhin zu fördern.

Die kommenden Entscheidungsgespräche zum EU-Haushalt sind somit von großer Bedeutung, um die Erfolgsgeschichte der ländlichen Entwicklung in Niedersachsen fortzuschreiben.

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