Frankfurt am Main. Die aktuelle plattformstudie tv empfang zeigt deutliche Veränderungen bei der Nutzung von Fernsehempfangswegen in deutschen Haushalten. Internetbasierter Empfang gewinnt zunehmend an Bedeutung, während klassische Wege wie Kabel und terrestrischer Empfang Anteile verlieren.
TV Empfang im Wandel
Die plattformstudie tv empfang verzeichnet einen starken Anstieg internetbasierter TV-Empfangswege. Im Vergleich zum Vorjahr nutzten im Herbst 2025 bereits 17,7 Prozent der Haushalte internetbasierten Empfang, 2025 waren es noch 11,3 Prozent. Kabelanschlüsse und terrestrischer Empfang verloren dagegen Marktanteile, während der Satellitenempfang mit 43,4 Prozent trotz eines leichten Rückgangs weiterhin führend bleibt.
Etablierung von Connected TV
In 70,3 Prozent der Haushalte wurde mindestens ein internetfähiges TV-Gerät festgestellt. Davon sind 57,9 Prozent der Geräte direkt ans Internet angeschlossen, weitere 15,2 Prozent erhalten Connectivity über Streaming-Sticks oder -Boxen. Rund die Hälfte aller genutzten Fernsehgeräte ist jünger als fünf Jahre, was die Verbreitung moderner Streaming-Funktionen unterstützt.
Nutzerverhalten und Bedienkonzepte
Ein immer größerer Teil der Nutzer startet den Fernseher mit einer Benutzeroberfläche, bei internetbasiertem Empfang sind es 68,8 Prozent der Haushalte. Klassische Fernbedienungsfunktionen bleiben jedoch beliebt: 77,1 Prozent bedienen den Ziffernblock, und fast die Hälfte der Fernbedienungen verfügt über Plattformtasten für Direktzugriffe auf Dienste wie Netflix oder Amazon Prime Video. Sprachsteuerung ist zwar technisch verfügbar, wird aber bislang nur von 14,8 Prozent der Haushalte genutzt.
Streamingangebote und Broadcaster
Die Nutzung von Video-on-Demand-Plattformen stieg auf 75,6 Prozent. Besonders YouTube und Social-Mediaplattformen verzeichnen Zuwächse. Gleichzeitig greifen 44,7 Prozent der Befragten auf die Onlineangebote klassischer TV-Sender zurück. Streaminganbieter wie Netflix und Amazon Prime Video konnten ihre Nutzerzahlen ebenfalls steigern, wobei die Nutzung hauptsächlich über Smart-TV-Geräte erfolgt.
„Die Bedeutung des TV-Geräts als zentraler Screen der Videonutzung bleibt dabei unbestritten – die Nutzung findet heute unter veränderten strukturellen Rahmenbedingungen statt“, erläutert Kerstin Niederauer-Kopf, Vorsitzende der Geschäftsführung der AGF.
Regionale Bedeutung und Ausblick zur plattformstudie tv empfang
Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet die Entwicklung einen flexibleren Zugriff auf TV- und Streaming-Inhalte, was technische Ausstattung und Auswahlmöglichkeiten verbessert. Die Umstellung auf internetbasierte Empfangswege führt in manchen Haushalten zu neuen Geräten oder Verträgen, insbesondere nach der Abschaffung des Nebenkostenprivilegs, das bereits in vielen Fällen umgesetzt wurde. Für lokale Anbieter und Sender bietet die Mischung aus klassischen und neuen Angeboten Chancen, sich weiterhin im Markt zu behaupten. Zukünftige Studien und technische Innovationen werden die Entwicklungen weiter begleiten.
Weiterführende Informationen zur plattformstudie finden Sie auf regionalupdate.de sowie auf der offiziellen Seite der AGF Video Forschung.

