Hintertür-Verbot für E-Zigaretten-Aromen bedroht Gesundheit

Berlin. Der geplante Vorstoß zu einem E-Zigaretten Aromaverbot Menthol des Ernährungs- und Landwirtschaftsministeriums sorgt für heftige Kritik. Menthol und 13 weitere Inhalts- und Kühlstoffe sollen per Verordnung verboten werden, was die World Vapers‘ Alliance (WVA) als faktisches Aromaverbot bezeichnet.

Gefahr durch Aromaverbot

Die Bundesregierung plant, das Verbot von Menthol und weiteren Aromen für E-Zigaretten durch eine Änderung der Tabakerzeugnisverordnung umzusetzen. Dabei soll die Maßnahme ohne eine umfangreiche parlamentarische Debatte eingeführt werden. Dieses Vorgehen sorgt bei Interessenvertretern der Dampfer-Szene für großen Widerspruch.

Auswirkungen auf Nutzer und Markt

Laut WVA sind Aromen wie Menthol entscheidend für viele Raucher, um auf weniger schädliche Alternativen umzusteigen. Wissenschaftliche Studien, darunter Daten des Eurobarometers, zeigen, dass 68 Prozent der Dampfer Frucht- oder Süßgeschmacksrichtungen bevorzugen, während Tabakaromen nur 38 Prozent ausmachen. Die Organisation warnt vor einem wachsenden Schwarzmarkt, der derzeit schon rund 50 Prozent des Marktes ausmacht.

Kritik und Alternative Vorschläge

Michael Landl, Direktor der WVA, kritisiert den Ansatz scharf:

„Dieser Vorstoß von Minister Rainer ignoriert die Realität. Aromen sind kein Lifestyle-Zusatz, sondern der Hauptgrund, warum Erwachsene der Zigarette dauerhaft den Rücken kehren können. Anstatt durch Verbote den ohnehin blühenden Schwarzmarkt weiter zu befeuern, sollte die Bundesregierung lieber Nikotin-Pouches endlich legalisieren und auf Aromenvielfalt setzen, um das Rauchen effektiv zu bekämpfen.“

Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass Verbote häufig zu mehr illegalem Handel und sogar zu höheren Raucherquoten führen. Ein Verbot könnte besonders für erwachsene Konsumenten Nachteile bringen, die auf regulierte Produkte angewiesen sind.

Beispielhafte Folgen und Empfehlungen:

  • Steigende Verbreitung illegaler Produkte
  • Risiken durch unregulierte Inhaltsstoffe
  • Forderung nach Regulierung statt pauschalem Verbot
  • Legalisierung von Nikotin-Pouches als ergänzende Maßnahme

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Regionale Bedeutung und Ausblick

Das geplante E-Zigaretten Aromaverbot Menthol betrifft auch Konsumenten vor Ort, die E-Zigaretten als weniger schädliche Alternative zum Rauchen nutzen. Ein Verbot könnte den Schwarzmarkt fördern, der schwer kontrollierbar ist und gesundheitliche Risiken birgt. Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist daher eine transparente Diskussion sowie eine ausgewogene Regulierung wichtig. Ob und wann die Verordnung in Kraft tritt, steht derzeit noch aus. Die World Vapers‘ Alliance fordert eine Neubewertung der Pläne und ruft zur Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse auf.

Mehr Hintergrundinformationen zur deutschen Tabakgesetzgebung finden Sie bei der Deutschen Bundesregierung. Weiterführende regionale Berichte zu Gesundheitsthemen sind unter regionalupdate.de verfügbar.

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