Neckarsulm. Die Schwarz Gruppe Klimaschutz steht im Mittelpunkt der aktuellen Unternehmensstrategie: Die Handelsgruppe hat von der Science Based Targets initiative (SBTi) die offizielle Validierung für ihr Ziel erhalten, bis 2050 alle verursachten Treibhausgase entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf Netto-Null zu reduzieren. Damit verpflichtet sich die Gruppe zu einem langfristigen Beitrag zum Klimaschutz und zur nachhaltigen Wirtschaftlichkeit.
Klimaziele sichern Zukunft
Die bestätigte Klimastrategie der Schwarz Gruppe betrachtet nachhaltiges Wirtschaften als wesentlichen Wettbewerbsfaktor. Florian Schütze, Geschäftsleiter Corporate Responsibility bei Schwarz Corporate Affairs, betont die Bedeutung von Klimaschutz in politisch volatilen Zeiten:
„Für uns ist nachhaltiges Wirtschaften die strategische Antwort auf die Energie- und Ressourcenfragen unserer Zeit und entscheidend für die langfristige Absicherung unserer Geschäftsmodelle.“
Die Handelsgruppe setzt auf starke Partnerschaften entlang der Wertschöpfungskette. Aktuell fordert sie über 1.000 Lieferanten auf, bis Ende 2026 eigene Wissenschafts-basierte Klimaziele (SBTi Standards) zu definieren. Die Klimastrategie deckt alle Unternehmensbereiche ab – von Produktion über Handel bis hin zu Recycling und Digitalisierung. Die Reduktionsziele umfassen eine Senkung der betrieblichen Emissionen (Scope 1 und 2) um 90 Prozent bis 2050 gegenüber 2019 sowie eine deutliche Reduktion der Emissionen in den Bereichen Landwirtschaft, Energie und Industrie (Scope 3).
Schwerpunkt Scope 3: Lieferkettenemissionen im Blick
Rund 98 Prozent der CO2-Emissionen der Schwarz Gruppe entfallen auf die vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsketten, den sogenannten Scope 3 Bereich. Diese Emissionen zu reduzieren ist komplex, denn die Einflussnahme auf Lieferanten ist begrenzt und die Datenbasis oft unzureichend. Die Gruppe arbeitet deshalb an vertrauensvollen Partnerschaften und investiert in Zukunftstechnologien, um diesen Teil der Klimastrategie umzusetzen. Neben der Emissionsminderung fokussieren Kaufland und Lidl die Weiterentwicklung klimafreundlicher Produkte, die bezahlbar und attraktiv für Verbraucher sind.
Praktisches Beispiel auf der Grünen Woche 2026
Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin (16.–25. Januar 2026) präsentiert die Schwarz Gruppe exemplarisch, wie konsequenter Klimaschutz im Handel funktionieren kann. Die Unternehmen zeigen, wie regionale Produkte ausgebaut und pflanzliche Alternativen preislich gleichgestellt werden, um klimabewusste Ernährung zugänglicher zu machen.
Weitere Informationen zur Nachhaltigkeitsstrategie der Schwarz Gruppe und dem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht stehen öffentlich zur Verfügung. Zudem empfiehlt sich ein Blick auf die SBTi-Webseite für Hintergründe zum Net-Zero-Ziel: Science Based Targets initiative.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Regionale Bedeutung und Ausblick
Für die Region Neckarsulm und die dort angesiedelten Standorte der Schwarz Gruppe bedeutet die Klimastrategie nicht nur eine Vorbildfunktion, sondern auch konkrete Auswirkungen auf Wirtschaft und Umwelt. Die Umsetzung der Netto-Null-Ziele erfordert Investitionen in neue Technologien und fördert Innovationen in Produktion und Logistik vor Ort. Verbraucher profitieren durch ein zunehmend nachhaltiges Sortiment mit Produkten, die umweltfreundlicher hergestellt und angeboten werden.
Auf politischer und gesellschaftlicher Ebene stärkt dieses Engagement die Position von Unternehmen, die ökologische Verantwortung mit wirtschaftlichem Erfolg verbinden. Die Schwarz Gruppe plant, den Fortschritt ihrer Klimaziele regelmäßig zu berichten und ihre Maßnahmen weiterhin eng mit lokalen Partnern abzustimmen.
Interessierte Leserinnen und Leser in der Region finden vertiefte Informationen zu Nachhaltigkeitsthemen und weiteren regionalen Berichten auf regionalupdate.de.