Schladming. Bis zu 20 Prozent der Bundesbürger leiden an einem Reizdarmsyndrom, wobei Frauen häufiger betroffen sind. Für die Behandlung stehen auch reizdarm rezeptfreie medikamente zur Verfügung, die Apothekerinnen und Apotheker empfehlen können.
Reizdarm besser verstehen
Das Reizdarmsyndrom ist eine chronische funktionelle Störung des Magen-Darm-Trakts ohne erkennbare organische Ursache. Die Beschwerden variieren individuell und umfassen Verstopfung, Durchfälle, Blähungen und Bauchschmerzen. Die Diagnose erfolgt meist durch den Ausschluss anderer Erkrankungen, weshalb bei Alarmzeichen wie Blut im Stuhl oder ungewolltem Gewichtsverlust eine ärztliche Untersuchung ratsam ist.
Medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten
Laut Prof. Dr. med. Thomas Weinke, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesapothekerkammer, richtet sich die Therapie nach den Hauptbeschwerden. Zu den reizdarm rezeptfreie medikamente zählen:
- Probiotika mit Bifidobacterium, Lactobacillus oder Saccharomyces, die sich positiv auswirken können
- Pflanzliche Mittel wie Pfefferminz- und Kümmelöl, welche krampflösend und blähungsmindernd wirken
- Ballaststoffe wie Flohsamen oder Macrogol bei Verstopfung
- Motilitätshemmer wie Loperamid sowie natürliche Ballaststoffe bei akutem Durchfall
Weinke weist darauf hin, dass Therapieversuche bei Arzneimitteln nicht länger als drei Monate andauern sollten, wenn keine Besserung eintritt. Zudem empfiehlt er von teuren Mikrobiom-Analysen abzusehen, da diese einen geringen Aussagewert besitzen.
Bedeutung für Betroffene und Versorgung
Das Reizdarmsyndrom beeinflusst die Lebensqualität erheblich, auch wenn psychische Faktoren und Stress die Symptomatik verstärken können. Apothekerinnen und Apotheker sind wichtige Ansprechpartner bei der Auswahl geeigneter rezeptfreier Präparate und beraten sinnvoll zur Linderung der Beschwerden.
„Ein Reizdarmsyndrom darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen oder als Befindlichkeitsstörung abtun“, sagte Prof. Weinke.
Mehr Informationen finden Interessierte auf der Webseite der Bundesapothekerkammer unter www.abda.de.
Beispiel:
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Reizdarm – regionale Einordnung und Ausblick
In der Region profitieren Betroffene von der kompetenten Beratung in Apotheken vor Ort zu reizdarm rezeptfreien medikamenten. Das frühzeitige Erkennen von Warnhinweisen und der gezielte Einsatz verfügbarer Präparate können Beschwerden reduzieren. Für Patientinnen und Patienten sind regelmäßige Gespräche mit Ärztinnen und Apothekern wichtig, um die passende Behandlung zu finden und andere Erkrankungen auszuschließen. Künftige Entwicklungen zielen darauf ab, die Versorgung mit fundierten Informationen und Medikamenten weiterhin sicherzustellen. Weitere Details zur Behandlung und Beratung sind im Bereich Gesundheit von regionalupdate.de verfügbar.