Mehrweg beim Pflanzentransport ab 2030 verpflichtend

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Berlin. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert Pflanzenerzeuger und Händler zu einem schnellen Umstieg auf Mehrwegpaletten beim Pflanzentransport auf. Hintergrund ist die EU-Verpackungsverordnung, die ab 2030 den verpflichtenden Einsatz von Mehrweglösungen für intra- und innerbetriebliche Transporte vorschreibt. Die Fokus-Keyphrase Mehrweg Pflanzentransport EU spielt dabei eine zentrale Rolle.

Sofortiger Mehrweg-Umstieg

Aktuell setzen viele Handelsunternehmen, darunter Lidl, Aldi, Edeka und Rewe, trotz bestehender Mehrwegsysteme wie Euro Plant Tray (EPT) überwiegend auf Einwegpaletten beim Transport von Pflanzen. Der Marktanteil der Mehrwegpaletten liegt derzeit nur bei rund fünf Prozent. Die DUH weist darauf hin, dass die Branche europaweit jährlich bis zu 700 Millionen Wegwerfpaletten verbraucht, davon etwa 150 Millionen allein in Deutschland.

Gründe für den Umstieg auf Mehrwegpaletten

Der Einsatz von Mehrwegpaletten bietet diverse Vorteile. Dazu zählen eine erhebliche Müllreduzierung, Ressourcenschonung und eine Verminderung der CO2-Emissionen um bis zu 30 Prozent gegenüber Einwegverpackungen. Zudem sind Mehrwegpaletten für den feuchten Pflanzentransport besser geeignet als Einweg-Papplösungen, die die Umwelthilfe insbesondere bei Ikea kritisiert.

„Unnötiger Verpackungsmüll muss in allen Bereichen vermieden werden – auch in der vermeintlich grünen Pflanzenbranche“, sagte Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH.

Positivbeispiele aus der Branche

Als Vorreiter gilt der Baumarktkonzern Hornbach, der bereits zwei Millionen Mehrwegpaletten des EPT-Systems geordert hat. Auch Globus und Bellaflora fördern den Einsatz von Mehrwegpaletten aktiv. Die DUH fordert, dass sich alle Händler diesem Beispiel anschließen, um die EU-Vorgaben fristgerecht umzusetzen und eine nachhaltigere Pflanzenlogistik zu realisieren.

Bezüglich weiterführender Informationen zum Umweltengagement von Unternehmen und zur Verpackungsverordnung empfehlen wir den Besuch auf der offiziellen Webseite der Deutschen Umwelthilfe sowie die offizielle Informationsseite der Europäischen Kommission zur Verpackungsverordnung.

Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.

Abschluss: Bedeutung für die Region und Ausblick

Für die regionale Pflanzenwirtschaft bedeutet die Umstellung auf das Mehrwegsystem eine Umgestaltung der Logistikprozesse mit längerfristigen Effekten auf Umwelt und Wirtschaftlichkeit. Verbraucher profitieren von einem nachhaltigeren Warenfluss, der Abfall reduziert und den ökologischen Fußabdruck mindert. Händler und Hersteller in der Region sollten die Umstellung aktiv begleiten, um die Anforderungen der EU-Verpackungsverordnung termingerecht zu erfüllen. Die Internationale Pflanzenmesse in Essen ab dem 27. Januar 2026 bietet eine geeignete Plattform, um den Austausch über best practices und innovative Mehrweg-Lösungen zu fördern.

Weiterführende Informationen und regionale Entwicklungen zum Thema finden Leserinnen und Leser auch auf regionalupdate.de.

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