Eschborn. Das aktuelle Arbeitsbarometer deutsche Wirtschaft zeigt ein differenziertes Stimmungsbild: Während Arbeitgeber in Deutschland optimistisch auf das Wachstum ihres Unternehmens blicken, sind viele Beschäftigte verunsichert und zeigen Zurückhaltung, ihre Sorgen offen zu kommunizieren.
Arbeitsmarkt klar im Blick: Ergebnisse des Arbeitsbarometer deutsche Wirtschaft
Die Studie „Randstad Arbeitsbarometer 2026“ wurde in 35 Ländern durchgeführt und spiegelt insbesondere für Deutschland eine bemerkenswerte Diskrepanz zwischen den Perspektiven von Arbeitgebern und Beschäftigten wider. Nur 41 Prozent der Arbeitnehmenden in Deutschland sind überzeugt, dass ihr Unternehmen in diesem Jahr wächst. Im Gegensatz dazu rechnen 98 Prozent der Arbeitgeber mit Wachstum. Dieses Ungleichgewicht wirkt sich auch auf das Vertrauensverhältnis und die Kommunikation im Arbeitsalltag aus.
Vertrauen und Zurückhaltung am Arbeitsplatz
70 Prozent der Beschäftigten geben an, grundsätzlich Vertrauen zu ihren Arbeitgebern zu haben. Doch fast jede zweite Person (46 Prozent) spricht Probleme oder Sorgen nicht offen an – aus Angst um den Arbeitsplatz. Trotz dieser Zurückhaltung versuchen 50 Prozent der Arbeitnehmenden aktiv, das Gespräch mit ihren Führungskräften zu suchen, um Orientierung in unsicheren Zeiten zu erhalten. Führungskräfte erweisen sich daher als wichtige Stabilitätsanker.
Bedeutung der Führungskräfte und Teamvertrauen
In Deutschland berichten 78 Prozent der Beschäftigten von einer guten Beziehung zur Führungskraft, und 76 Prozent glauben, dass diese ihre Interessen vertritt. Neben der direkten Führungskraft wird auch das Vertrauen zum Kollegium als stabilisierend wahrgenommen: 74 Prozent der Befragten vertrauen ihren Kolleginnen und Kollegen. Diese Faktoren tragen dazu bei, Kommunikationsbarrieren trotz wirtschaftlicher Unsicherheit etwas zu überwinden.
Beispiel:
„Wir sehen, dass Vertrauen kein Selbstläufer ist, sondern aktiv gestaltet werden muss“, sagte Henri Viswat, CEO von Randstad Deutschland. „Beschäftigte suchen gerade in wirtschaftlich ungewissen Zeiten mehr Orientierung und Dialog – zugleich erleben wir Zurückhaltung bei sensiblen Themen.“
Das vollständige Randstad Arbeitsbarometer ist online verfügbar und bietet vertiefte Einblicke in die internationalen und nationalen Arbeitsmarkttrends.Quelle: Randstad Arbeitsbarometer 2026
Beispiel für weitere Informationen zum deutschen Arbeitsmarkt finden Sie beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
Welche Bedeutung das für die Region hat, zeigt der folgende Abschnitt.
Regionale Einordnung und praktische Relevanz für Arbeitsmarkt und Beschäftigte
Für die Region bedeutet die aktuelle Sicht auf das Arbeitsbarometer deutsche Wirtschaft, dass Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen mit Herausforderungen durch Unsicherheiten konfrontiert sind. Die Diskrepanz zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmererwartungen unterstreicht den Bedarf an transparenter Kommunikation und verlässlicher Führung. Für Beschäftigte sind stabile Vertrauensverhältnisse entscheidend, um Sorgen anzusprechen und Entwicklungsmöglichkeiten zu nutzen.
Fachkräfte und Führungskräfte vor Ort sind gefordert, den Dialog zu fördern und ein ausgewogenes Verhältnis von Sicherheit und Offenheit zu schaffen. Randstad plant in Deutschland zudem begleitende Pulse Surveys, die weitere aktuelle Entwicklungen des Arbeitsmarktes analysieren. Für die Bürgerinnen und Bürger lohnt es sich, die Ergebnisse und Empfehlungen regelmäßig zu verfolgen, etwa über regionale Informationsangebote wie regionalupdate.de.
Das Arbeitsbarometer gibt damit wichtige Impulse für die Gestaltung der Arbeitswelt in der Region und zeigt Wege auf, wie Unternehmen und Beschäftigte gemeinsam den wirtschaftlichen Herausforderungen begegnen können.